"Der schwierigste Tiefpunkt meines Lebens war der Unfalltod mit dem Flugzeug meines Mannes", erzählt Schneiderin Trixi Stornig ganz offen in der 42. Folge des Podcasts "MutmacherInnen", in dem Unternehmerinnen und Unternehmer von ihren Erfahrungen erzählen. Für die heute 50-jährige Gattersdorferin und ihre damalige junge Tochter war es ein schwerer Schicksalsschlag. Das in Bau befindliche Haus und die Selbstständigkeit standen plötzlich infrage.

Der tragische Tod ereignete sich am 13. Juli 2005 in Slowenien. "Das hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich wusste nicht, wie es weitergeht. Man steht vor einer Mauer und denkt, das Leben ist zu Ende. Das hat mich sehr geprägt", sagt Stornig. Freunde und Bekannte wandten sich damals ab. Ein guter Bekannter, der seine krebskranke Frau, mit der er drei Kinder hatte, verlor, machte ihr damals aber Mut. "Er sagte zu mir, es gibt nur zwei Möglichkeiten. Du kannst dich in eine Ecke setzen und sagen, ich kann nicht mehr oder du stehst auf und machst weiter."

Stornig entschied sich dafür weiterzukämpfen und nahm sich nach der Beerdigung eine Auszeit. Ihre Tochter ließ sie damals bei ihrer Mutter und holte sie nach einem Monat wieder zurück. "Ich habe diese Zeit gebraucht, um alles zu ordnen, zu organisieren." Heute steht Stornig wieder mit beiden Beinen fest im Leben. 2021 eröffnete sie in der Münzgasse 2 am Unteren Hauptplatz in Völkermarkt ihr Geschäft "Schneiderin am Markt". Seit vier Jahren hat die Gattersdorferin auch einen neuen Lebenspartner.

Die Podcast-Folge

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