AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Völkermarkter KöpfeBališ packen Gefühl in Ton und Text

Die Kärntner Rocker mit Südkärntner Wurzeln veröffentlichen ein neues Album. Aufgenommen wurde es zum Teil in Einersdorf. Ein Auftritt in Völkermarkt ist geplant.

Seit 18 Jahren rocken Bali(s) in Deutsch und Slowenisch. Auch einen Auftritt beim Acoustic Lakeside gab es im Vorjahr
Seit 18 Jahren rocken Bali(s) in Deutsch und Slowenisch. Auch einen Auftritt beim Acoustic Lakeside gab es im Vorjahr © STEFAN REICHMANN
 

Vor 18 Jahren wurde die Band Bališ rund um die Stern-Brüder Dani, Izi und Marko aus Trögern gegründet. Als sich die Musiker 2014 zu einer Schaffenspause zurückzogen, war es allerdings nicht klar, ob es aus dieser Pause eine Wiederkehr geben wird. „Nach all den Jahren war die Pause notwendig. Uns war aber schnell klar, dass wir nicht ohne die Musik können. Wir machen solange weiter, wie es uns Spaß macht und solange noch Leute zu unseren Konzerten kommen und unsere Musik hören mögen“, sagt Marko Stern.Die Stern-Brüder vervollständigen Davorin Lempl, Norbert Lipuš und seit Kurzem Rudolf Karall. Gemeinsam wurde seit 2015 an einem neuen Album getüftelt, welches nun dem musikinteressierten Publikum vorgestellt wird. Beispielsweise am 18. Jänner im Step in Völkermarkt. Die Bandmitglieder sind zwischen 40 und 60 Jahren alt und gehen den unterschiedlichsten Berufen nach. Izi Stern ist beispielsweise Porzellanmaler im Wiener Augarten. Dani Stern lebt in Burgenland und ist Steuerberater, Sänger Norbert Lipuš arbeitet in einer Bank und lebt in Traundorf. „Trotzdem sind wir alle mit unserer Heimat verbunden. Je älter wir werden, desto mehr Lebenserfahrung fließt in unsere Texte“, sagt Marko Stern.  

Bališ Ein Schnappschuss bei den Aufnahmen in Einersdorf
Ein Schnappschuss bei den Aufnahmen in Einersdorf © Bališ

11 Grad

Kreativ zeigte man sich bei der Wahl des Titels: Mit „11°“ ist ein unbestimmter Gefühlszustand gemeint. „Elf Grad ist eine ungute Temperatur - für den Winter zu warm, für den Sommer viel zu kalt. Es ist nicht dies, nicht das“, versucht der Drummer Marko Stern zu erklären. Der Titel entstand durch eine banale Beobachtung vor einem Auftritt im Burgenland. „Dort zeigte der Kühlschrank im Backstageraum die Temperatur von elf Grad an. Uns gefiel der Gedanke, daraus ein Lied zu machen“, erinnert sich Dani Stern, einer der drei Bališ-Gitarristen. Aus dem Lied, verfasst von Marko Stern, wurde dann ein Album mit sieben Songs. Einer davon ist „Daham bleibt daham/Ljubo doma, kdor ga ima“, das Georg-Danzer-Cover wurde auch bereits bei der Licht-ins-Dunkel-Gala aufgeführt.

Auf einen Blick

Album: Erhältlich online und bei Haček, Mohorjeva/Hermagoras und „dimarco.at/High Fidelity“.
Tour: 18.1.: Step, Völkermarkt, 19.1.: K&K, St. Johann im Rosental, 29.3.: KSŠŠG, Graz; 31. Mai Eboardmuseum, Klagenfurt.

Immer wieder fließt in die Songs, gesungen in beiden Muttersprachen, Gesellschaftskritik mit ein. „Wir haben nie den Anspruch erhoben, eine politische Band zu sein, aber wir verarbeiten als Künstler Themen, die uns beschäftigen und dazu gehört auch die aktuelle politische Situation, in der wir uns befinden. Wir sind in einer Zeit, wo nicht ganz klar ist, was uns erwarten wird und wohin die Reise gehen wird“, sagt Marko Stern.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren