Diese Woche wurde die neue Kindertagesstätte in St. Michael ob Bleiburg/Šmihel pri Pliberku feierlich eröffnet. Zahlreiche Gäste nahmen an der Veranstaltung teil, die um 14 Uhr begann. Darunter auch Landesrat Daniel Fellner (SPÖ). Nach den Grußworten von Bürgermeister Hermann Srienz (SPÖ) folgten Ansprachen des Architekten Reinhold Wetschko sowie von Vertretern des Vereins Hilfswerk Kärnten und weiteren Ehrengästen. Im Anschluss wurden die neuen Räumlichkeiten gesegnet.

Betreiber der Kindertagesstätte ist das Hilfswerk Kärnten. Für die Planung zeichnete Wetschko Architekten ZT aus Klagenfurt verantwortlich. Mit dem Neubau der Kindertagesstätte in St. Michael ob Bleiburg wurde die dritte Baustufe der bestehenden Kinderbetreuungseinrichtung abgeschlossen. Rund 30 Jahre nach der ersten Bauphase – ebenfalls vom selben Planungsteam realisiert – umfasst der Standort nun vier Kindergartengruppen und zwei Kindertagesstättengruppen.

Der eingeschossige, barrierefreie Baukörper ergänzt den Bildungscampus im Ortszentrum. Die Architekten wollten „räumliche Qualität, Licht, Funktionalität, Ästhetik und konstruktive Präzision“ vereinen und eine Architektur schaffen, „die zur Bildung der Kinder beiträgt“. Verwaltungsräume liegen im Norden, die Gruppenbereiche sind nach Südosten und Südwesten orientiert. Ein zentraler Erschließungsbereich sorgt für Übersichtlichkeit.

Errichtet in Holzbauweise, prägen sichtbare Brettschichtholzträger, Weißtanne und Eschenholz das Innere. Hervorgehoben werden eine „differenzierte Raumgestaltung“ und eine „subtile Lichtführung mit hohem Tageslichtfaktor“. Eine gedeckte Terrasse schafft einen fließenden Übergang ins Freie und wirkt als „effizienter Klimafilter“.

Energetisch setzt das Gebäude auf kompakte Bauform, gute Dämmung und Biomasse-Fernwärme. Fußbodenheizung und kontrollierte Lüftung sichern ein angenehmes Raumklima. Die Einrichtung ist modular und flexibel gehalten – die Kita soll „ein Ort sein, an dem sich Kinder sicher und geborgen fühlen“.

Um 1,7 Millionen Euro

Auf der rund 2000 Quadratmeter großen Wiese flossen rund 1,7 Millionen Euro in die Errichtung der Betreuungseinrichtung für zwei Gruppen mit je 15 ein- bis dreijährigen Kindern. „Jeder Euro, den wir für die Kinder investieren, ist richtig investiert“, betonte Fellner schon bei der Baubeginnfeier im Juni 2025. Das Land Kärnten unterstützte das Projekt mit Mitteln aus dem Bildungsbaufonds in der Höhe von 890.000 Euro.