Die prekäre Finanzsituation in vielen Gemeinden macht große Investitionen schwer bis nicht stemmbar. In der Gemeinde Ruden will man aber nicht jammern. „Uns geht es besser als anderen“, sagt Bürgermeister Rudolf Skorjanz (SPÖ). Das größte Projekt, das heuer startet, ist der Zu- und Umbau des Rüsthauses der Feuerwehr Untermitterdorf, investiert werden hier insgesamt 1,08 Millionen Euro. Außerdem erhält die Feuerwehr Ruden bis Mai ihr neues Rüstlöschfahrzeug-Allrad 2000 um 521.000 Euro. Außerdem sind Straßensanierungen und -asphaltierungen um etwa 200.000 Euro geplant und der Bauhof erhält einige neue Geräte um 50.000 Euro. „Auch die Erneuerung der Kinderspielplätze in der Gemeinde und die Ortsplatzgestaltung in Ruden und Untermitterdorf sind geplant“, sagt der Bürgermeister.
Sanierung der Süduferpromenade
In der Tourismusgemeinde St. Kanzian am Klopeiner See soll die Sanierung der Süduferpromenade mit einem begleitenden Geh- und Radweg im heurigen Herbst erfolgen. „Das Projekt soll mit dem Tourismusverband umgesetzt werden. Wir befinden uns derzeit in der Planungsphase, folglich kann ich zu den Kosten noch nichts sagen“, erklärt Vizebürgermeister Oskar Preinig (SPÖ). Offen sei derzeit die Umsetzung der Sanierung von Volksschule und Kindergarten aufgrund der geänderten Förderlage: „Bei so großen Projekten sind unsere finanziellen Mittel eingeschränkt, ohne Förderungen geht es nicht.“ Umgesetzt sollen heuer aber auf jeden Fall einige Straßensanierungen werden.
Feuerwehr und Gemeindeamt
Viele Ideen, aber Probleme bei der Finanzierung hat man auch in der Gemeinde Diex. Jedenfalls heuer umgesetzt werden sollen Projekte im Wegebau. „Außerdem erhält die Feuerwehr Grafenbach neue Atemschutzgeräte und die Feuerwehr Diex ein Notstromaggregat“, erklärt Bürgermeister Anton Napetschnig (LFD). Beim Gemeindeamt selbst werden heuer die bröckelnde Fassade und das undichte Glasportal saniert. In der Anfangsphase befindet man sich bei der Wohnraumbeschaffung. „Wir möchten in Zusammenarbeit mit einem Wohnbauträger Wohnraum schaffen“, so der Bürgermeister. Gleichzeitig soll so auch etwas gegen die Leerstände im Ort getan werden.
Neues Gemeindeamt in Gallizien
Die Gemeinde Gallizien bündelt ihre gesamte Kraft im Neubau des Gemeindeamts. Aus Kostengründen wurde auf den Veranstaltungssaal verzichtet. „Dieser kann aber nachträglich noch angebaut werden“, betont Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Hannes Mak (ÖVP). Das neue Gemeindeamt soll im Herbst fertiggestellt sein. Ebenfalls heuer im Spätsommer fertig werden soll die Müllnerner Brücke. „Hier handelt es sich um ein gemeinsames Projekt mit der Gemeinde Sittersdorf“, erklärt der Bürgermeister. Ansonsten stehen 2025 nur die notwendigsten Straßensanierungen auf dem Programm.
Schadensbehebung in Neuhaus
Heuer setzt die Gemeinde Neuhaus wichtige Maßnahmen zur Wiederherstellung der Infrastruktur und zur Stärkung der Sicherheit um. Dazu gehören insbesondere die Wiederherstellung von Katastrophenschäden aus dem Unwetterjahr 2023 sowie Investitionen in den Schutz der Bevölkerung. Ein zentrales Projekt ist die Wiederherstellung der durch das Unwetter beschädigten Straßen im Bereich Motschula Richtung Graditschach, inklusive Unterbau- und Asphaltierungsarbeiten. Zusätzlich wird eine Brücke in Richtung Motschula-Kömmel wiederhergestellt, die im Sommer 2024 bei einem Unwetter stark beschädigt wurde. Ein weiteres wichtiges Vorhaben ist der geplante Ankauf eines Löschfahrzeugs für die Feuerwehr Bach. Der Vorantrag wurde bereits an den Kärntner Landesfeuerwehrverband gestellt. Auch das Forschungsprojekt „ROLORAN“ – Blackout-Kommunikation wird fortgesetzt. „Diese Projekte sind ein wichtiger Schritt für den Wiederaufbau und die Zukunftssicherheit unserer Gemeinde. Auch in schwierigen finanziellen Zeiten ist es uns gelungen, in Abstimmung mit der Gemeindeabteilung und Landesrat Daniel Fellner, diese Projekte auszufinanzieren“, sagt Bürgermeister Patrick Skubel (SPÖ).
Hochwasserschutz Suchabach
In der Gemeinde Sittersdorf/Žitara vas wird mit Unterstützung der Wildbach- und Lawinenverbauung und des Landes Kärnten der Bau des Hochwasserschutzes entlang des Suchabachs, der im Vorjahr gestartet wurde, fortgeführt. Investiert werden 2,65 Millionen Euro, bis 2027 soll die Fertigstellung erfolgen. In Vorbereitung befindet sich das Hochwasserschutzprojekt Sittersdorfer Bach, das dann ab 2027 umgesetzt werden soll und laut Amtsleiterin Birgit Petek drei Millionen Euro kosten wird. Ansonsten werden heuer noch 150.000 Euro in Straßensanierungen investiert. „Weitere Projekte müssen aufgrund der knappen Budgetsituation derzeit hintangestellt werden“, so Petek.