Der Entschluss, sich ehrenamtlich bei der Kärntner Bergrettung, Ortsstelle Villach, zu engagieren, hat für Dominik Lindebner aus Hohenthurn vor allem mit seinen zahlreichen sportlichen Freizeitaktivitäten zu tun. Da ist er nämlich viel in der Natur unterwegs, sei es beim Klettern, Paragleiten oder Schitouren gehen. „Dabei bin ich immer wieder unvermittelt und unverhofft zu Unfällen dazugestoßen. Natürlich habe ich geholfen, war aber verunsichert, ob ich auch wirklich alles richtig mache“, erzählt Lindebner.
Und genau das wollte er ändern. „Mir war es wichtig, eine gute Ausbildung zu machen und mir mehr Wissen anzueignen, um in einem Notfall schnell und auch effizient helfen zu können.“ Seit neun Jahren ist er nun schon dabei, hat die Ausbildung zum Bergretter absolviert und konnte das Gelernte schon oft einsetzen. Besonders zu Zeiten der Corona-Pandemie sei es oft hart gewesen, weil so viele Menschen in den Bergen unterwegs gewesen seien. „Oft gab es drei Einsätze am Tag“, sagt Lindebner. Mittlerweile habe sich die Situation aber etwas beruhigt.
In Erinnerung geblieben ist ihm auch der Großeinsatz bei der Unwetterkatastrophe in Treffen, wo er für die Koordination von Bergrettung, Wasserrettung und der Alpinpolizei zuständig war. „Das ging bis zu 18 Stunden täglich und war eine Herausforderung.“ Lindebner ist selbstständig und lebt mit Frau Martina am elterlichen Faubelhof in Hohenthurn, wo er auch Schlittenfahrten oder Wanderungen mit Huskys anbietet.