Im Gemeinderatswahlkampf 2015 tönte man noch laut. „Villach darf nicht Klagenfurt werden“, hieß der Slogan, mit dem die SPÖ Villach um die Absolute warb und gleichzeitig Klagenfurts damaligen Stadtchef Christian Scheider (FPÖ) als entscheidungsschwach und chaotisch darstellte. Zwei Jahre später spricht kein Villacher Sozialdemokrat diesen Satz mehr mit dem einstigen Selbstbewusstsein aus. Denn die SPÖ Villach und ihr Bürgermeister Günther Albel sind in der öffentlichen Wahrnehmung das, was sie einst den Klagenfurter Blauen vorwarfen: eine Chaos-Truppe, die sich zu keinerlei Entscheidungen mehr durchringen kann. Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen, mehrere Rücktritte nach Verfehlungen und drohende Parteiausschlüsse sind die sichtbarsten Zeichen.