Der Boom bei Kunst-Rasen hält unvermindert an, nach Schisprunganlagen und Tennisplätzen werden immer mehr Golfplätze mit diesem Produkt ausgestattet. Zwei Kärntner, der Gartenarchitekt Gerhard Karl und der Innenarchitekt Wolfgang Stani, konnten sich jetzt die Exklusiv-Vertriebsrechte des weltweit führenden Produzenten, der US-Firma Southwest Greens, für Österreich, Italien, die Schweiz und Südosteuropa sichern. Die erste Anlage der beiden Villacher in Österreich entsteht im Golfclub Leopoldsdorf bei Wien.
Erfolgreiches Unternehmen. Das US-Unternehmen Southwest Greens ist seit 1996 mit seinen Produkten auf dem Markt, seither wurden rund 7000 Anlagen errichtet. Zum größten Auftraggeber entwickelte sich in jüngster Zeit die Hotellerie in Spanien, wo der Golfsport enorm boomt, allerdings das Wasser zur nötigen Pflege der Anlagen fehlt. Deshalb konnte Southwest Greens in dem iberischen Land allein in den vergangenen eineinhalb Jahren mehr als 100 Aufträge an Land ziehen.
Beliebter Kunstrasen. Mit Kunst-Rasen werden in erster Linie Putting-Greens in der Hotellerie ausgerüstet sowie in privaten Gärten gebaut. Bei den Abschlagflächen auf der Driving Range bieten sie optimale Trainingsmöglichkeiten. Die künstlichen Gräser sehen nicht nur dem Naturprodukt täuschend ähnlich, sie haben zudem eine hohe Lebensdauer. "Es gibt auch nach Jahren so gut wie keine Abnützung oder Farbveränderungen", versichert Karl, der mit seinem Partner die Firma "Brilliant8" ins Leben gerufen hat, im Gespräch mit der APA. Der Rasen sei das ganze Jahr bespielbar, die Investition amortisiere sich auf Grund des Wegfalls der enormen Erhaltungskosten nach spätestens drei bis vier Jahren, und das bei PGA-Tour-Qualität.
Perfekt gepflegt. "Es gibt kein Mähen, kein Bewässern, kein Düngen, kein Belüften, keine Schädlinge, keine Wasserpfützen, aber eine sehr hohe Belastbarkeit", listet Stani weitere Vorteile auf. Zudem sei das Rollverhalten des Golfballes wie bei einem perfekt gepflegten Naturrasen, und auch bei niedrigen Geschwindigkeiten eine "absolute Spurtreue" gegeben. Auch das Abrollen des Balles nach Schlägen aus über 150 Metern Entfernung sei bemerkenswert. Dies sei auch der Grund, warum mehr als 40 Golf Profis wie Jim Furyk, Vijay Singh oder Sergio Garcia, aber auch Celebrities wie Justin Timberlake oder Celine Dion zu den Kunden zählten.
Nachfrage nach Kunst-Rasen steigt: Villacher groß im Geschäft
Zwei Kärntner sicherten sich den Exklusivvertrieb für Österreich, Italien, die Schweiz und
Südosteuropa. Großer Vorteil des Kunstrasens: Keine Erhaltungskosten.
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