Fortschritte im Kampf gegen den Brustkrebs erhoffen sich die Mediziner der Gynäkologischen Abteilung im LKH Villach von Studien, die sie im Rahmen der österreichischen Studiengruppe ABCSG (Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group) durchführen. Getestet werden neue Therapieverfahren und Medikamente. Von den Ergebnissen sollen laut Primarius Univ. Prof. Jörg Keckstein sowohl Patientinnen als auch Ärzte profitieren.

Studie. An den Studien beteiligen sich insgesamt 80 Patientinnen, die über ein speziell eingerichtetes Studiensekretariat individuell betreut werden. Laut dem für die Untersuchungen zuständigen Spezialisten Klaus Unterrieder widme man sich besonders drei Themen: Dem Einsatz einer Chemotherapie vor der Brustkrebsoperation, der Dauer der Nachbehandlung nach der Operation sowie dem Problem, dass eine erfolgreiche Krebsbehandlung unter Umständen das Risiko von Osteoporose erhöht.

Zu kurz. Im Rahmen der Studie 16 (SALSA) wird geforscht, wie lange die Nachbehandlung bei Frauen mit Brustkrebs dauern soll, denen der Tumor operativ entfernt wurde. Neueste Daten deuten darauf hin, dass die bisher weltweit übliche Dauer von fünf Jahren zu kurz sein könnte: Pro Jahr tritt bei rund drei Prozent der Betroffenen der Krebs zwischen dem sechsten und 15. Jahr nach dem Eingriff wieder auf, also zu einem Zeitpunkt, zu dem die Nachbehandlung längst abgeschlossen ist.