Hunderte Besucher schlängeln sich bei Temperaturen von knapp 30 Grad den Seecorso in Velden entlang. Stracciatella, Vanille und Pistazie wandern für den Kugelpreis von mehr als zwei Euro aus den Dielen in Tüten und Becher. In den Gastgärten reiht sich ein Aperol Spritzer an den anderen. Ein Steirer und seine Frau steigen von ihren E-Bikes. Nicht zum ersten Mal sind sie in Velden und es wird auch nicht ihr letztes Mal sein. „Wir mögen es hier. Es ist ein bisschen wie in Italien“, sagt er. Als Steirer ist er der Mann an diesem Wochenende in Velden in guter Gesellschaft. „Es sind sehr viele Steirer hier und auch Italiener besuchen uns“, freut sich Marisa Missoni von „Die kleinste Bar“, gibt aber auch zu bedenken, „dass wir uns überlegen müssen, wen wir ansprechen wollen. Alle können wir nicht abholen“. In der Nähe findet sich die neueröffnete Boutique von Stefanie Mayer und ihrer Mutter Andrea. Sie will Mode für jeden Typ und auch in Übergrößen anbieten. „Es ist viel los, das freut mich“, sagt sie. Aber viel Frequenz lässt eine Schwachstelle am Gemonaplatz aufkeimen. „Die Gäste suchen alle ein öffentliches WC, das fehlt leider“, sagt Mayer.