Sie selbst von Kolleginnen gehört, die im vergangenen Jahr mit ihrer Klasse mitgemacht haben und begeistert waren. „Heute haben ihre Schüler am Nachmittag in den Ateliers der Schule statt der Unterrichtsfächer Malerei und Zeichnen einen Werknachmittag. Aber keinen herkömmlichen. Heute basteln die Mädchen und Burschen gemeinsam mit den Klientinnen und Klienten der Lebenshilfe vom Wohnhaus in Ledenitzen Adventkränze und Adventgestecke. Neben ihr sind Kollege Thomas Kleinberger, der Zeichnen unterrichtet, Elisabeth Wedenig, die Malerei lehrt und Eike Wolf-Gollob, die das Modeatelier verantwortet, beim Projekt mit im Einsatz.

Es ist ein buntes Miteinander um die großen Tische, die Menschen mit Behinderung sitzen mitten unter den Jugendlichen, gemeinsam wird gestaltet und getratscht. Die anfängliche Schüchternheit ist schnell abgelegt. „Es ist so wertvolle Möglichkeit für unsere Schüler, danke dass es diese für uns gibt“, wiederholt Enzinger. Und ins gleichen Horn bläst Klaus Kober, der gemeinsam mit seiner Kollegin Martina Taschwer  die KlientInnen hierher begleitet hat: „Großartig, dass die Schule solche Projekte unternimmt, die den Schülern einen anderen, ganz offenen und unkomplizierten Zugang zu Menschen mit Behinderung vermitteln. Toll, dass die CHS da als erste Schule im Süden Österreichs so systematisch mitwirkt. Es ist ein großer Schritt zur Integration und zur Normalität in unserer Gesellschaft, so Kober. Es sei nämlich noch immer ein weiter Weg dahin. „Und gerade der Kontakt mit jungen Menschen ist für unsere Klienten sehr erfrischend und bereichernd.“

Er ist gerne hierher nach Villach gekommen, hat er doch vor Jahren selbst hier maturiert. Im Modezweig, schmunzelt er, der Schulwart habe ihn noch erkannt. Was mit den Adventkränzen und Gestecken eigentlich passiert, die heute gebastelt werden? Die werden beim Christkindlmarkt in Nötsch am 15. Dezember zugunsten der Lebenshilfe erkauft, der Erlös geht an die KlientInnen, die davon einen Ausflug machen oder einmal gut essen gehen können.