Seit 1. Jänner gilt das neue Arbeitszeitgesetz für Ärzte, welches besagt, dass statt den ursprünglichen 60 Wochenstunden „nur“ mehr 48 Stunden in der Woche im Durchschnitt gearbeitet werden darf(si ehe Infobox). Eine EU-Richtlinie, die seit Jahren bekannt ist, die Krankenhäuser dennoch vor organisatorische und budgetäre Probleme stellt.
Im Deutsch-Ordens Krankenhaus Friesach sind derzeit 52 Ärzte angestellt, mit denen man eine eigene Betriebsvereinbarung beschlossen hat: „Unsere Ärzte können mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten, dürfen jedoch im vorgegebenen Durchrechnungszeitraum von 17 Wochen nicht über diese Stundenanzahl kommen“, erklärt der Geschäftsführer Wolfgang Müller.
Diese Übergangslösung ist vorerst bis Ende Februar gültig. Solange möchte man die derzeitigen Gehaltsverhandlungen mit dem Land und der Kabeg abwarten. Damit ergibt sich derzeit keine Änderung in der Behandlung der Patienten. „Um jedoch mögliche Verschlechterungen und längere Wartezeiten bei Umsetzung der 48 Stunden Regelung zu verhindern, müsste man in Summe noch zehn Ärzte einstellen“, sagt der medizinische Direktor, Manfred Krenn. Fünf Ärzte wurden bereits neu angestellt. Für Müller ist klar: „Man muss als Arbeitgeber attraktiv bleiben und neue Konzepte erstellen.“