Alle Jahre wieder wird der Holzstraßenkirchtag veranstaltet. Heuer bereits zum 30. Mal. Um dieses große Jubiläum gebührend zu feiern, haben sich die Veranstalter einiges einfallen lassen. So gibt es zum Beispiel ein Jagdgewehr zu gewinnen. Bedenken, ein Gewehr zu verlosen, gibt es nicht. „Nachdem es beim Wildfest passiert, gehen wir davon aus, dass 95 Prozent der Anwesenden Jagdscheine haben“, erklärt Lorenz Prieler (SPÖ), Vizebürgermeister von Metnitz und Leiter des Komitees für den diesjährigen Jubiläumskirchtag.
Das Gewehr wird von der Firma Grois aus Murau zur Verfügung gestellt. „Für die Verlosung ist die Firma zuständig“, erklärt Prieler weiter und lässt somit die Frage offen, was passiert, wenn jemand ohne Jagdschein das Gewehr gewinnt.
Austragungsort des Holzstraßenkirchtags ist heuer die Flattnitz. Organisiert wird der diesjährige Kirchtag von der Gemeinde Metnitz, zusammen mit der Gemeinde Glödnitz. Die Planungsarbeiten für den Jubiläumskirchtag begannen bereits 2024. „Vor zwei Jahren sind die teilnehmenden Gemeinden an mich herangetreten und sagten, dass sie das Jubiläum gerne auf der Flattnitz veranstalten würden“, sagt der Organisator. Prieler leitet ein Team, bestehend aus fünf Metnitzern und fünf Glödnitzern, die für die gesamte Organisation verantwortlich sind.
Was heuer ganz besonders ist: Es handelt sich um einen „Dreiländerholzstraßenkirchtag“. Neben 18 Gemeinden aus Kärnten sind auch noch insgesamt sechs Gemeinden aus Salzburg und der Steiermark mit an Bord. Doch wie kam es eigentlich zur Holzstraße und dem Kirchtag? Alles begann im Jahr 1995, als Günter Sonnleitner diese ins Leben rief. „Mit Wald und Holz arbeiten, wirtschaften und leben war stets mein Lebensmotto“, sagt Sonnleitner, der heute noch als Obmann fungiert. „Zuerst waren wir acht Gemeinden, heute sind wir 18“, freut er sich über die Entwicklung.
100 Holzbauprojekte werden vom Verein jedes Jahr in den Gemeinden umgesetzt. Und so eng wie das Holz mit der Holzstraße verwoben ist, ist auch der Holzstraßenkirchtag mit den teilnehmenden Gemeinden. Jedes Jahr wird er mit Ausstellern und zahlreichen Gästen, immer in einer anderen Gemeinde, gefeiert. Und heuer, zum 30. Jubiläum, wurde die Flattnitz auserkoren. „Wald, Holz und Wild“ ist das diesjährige Motto.
Über die Bühne gehen wird die Veranstaltung am 11. und 12. Juli. Am Samstag finden traditionell auch die Waldarbeitermeisterschaften der FAST Ossiach statt. Die Teilnehmerzahl wurde auf 100 Starter begrenzt. Sie werden in den Disziplinen Blochrollen, Durchhacken, Fallkerb und Fällschnitt, Präzisionsschnitt, Kettenwechseln und Kombinationsschnitt antreten. Im Finale steht Asten auf dem Programm. „Im letzten Jahr hatten wir ein Viertel Frauen am Start“, erklärt Martin Huber von der FAST Ossiach.
Der offizielle Beginn des Holzstraßenkirchtags ist um 10 Uhr. Um 18 Uhr gibt es die Siegerehrung der Waldarbeitsmeisterschaft. Danach wird es musikalisch, wenn ab 20 Uhr Walter Grechenig und seine Fegerländer auf der Bühne stehen. Und ab 22 Uhr heizen die Draufgänger ein. „Die Tickets für die Abendunterhaltung sind ab April in den Gemeinden und beim Veranstaltungskomitee verfügbar“, kündigt Organisator Prieler an.
Am Sonntag, 12. Juli, beginnt der Tag um 10.30 Uhr mit einer Heiligen Messe und einem Frühschoppen mit den „Z‘ommgwürfelten Gurktalern“. Neu ist auch, dass an diesem Tag das Wildfest veranstaltet wird. Eine Trachtenmodenschau mit der Alpe Adria Manufaktur Strohmaier oder auch Tontaubenschießen stehen am Programm.
Gut 100.000 Euro würde die Veranstaltung kosten. Hauptsächlich über Sponsorings wird das Budget aufgetrieben. Momentan haben sich 50 Aussteller angemeldet. Bei der Veranstaltung soll die Zahl der Aussteller auf 80 heranwachsen. „Es werden auch sechs Gruppen Jagdhornbläser anwesend sein“, verrät Prieler abschließend.