Die Zahl der Sparvereine hat im Bezirk St. Veit deutlich abgenommen, in den letzten zehn Jahren wurden 105 Sparvereine aufgelöst. Derzeit gibt es noch 104 Sparvereine. „Die Bedeutung der Sparvereine hat abgenommen. Heute gibt es strengere gesetzliche Vorgaben und mehr Bürokratie für die Banken und den Verein. Einige Banken bieten nicht einmal mehr die Möglichkeit, ein Sparvereinskonto zu eröffnen“, sagt Robert Schratt, WK-Bezirksstellenleiter in St. Veit. Sparvereine bieten für die Wirte aber eine verlässliche Gästefrequenz. „Auch außerhalb der Tourismussaison. Das ist besonders im ländlichen Raum wichtig“, fährt Schratt fort. Denn auch die Zahl der Gasthäuser ist zurückgegangen: 2016 gab es 77 gemeldete Gasthäuser im Bezirk, heute sind es 65. „Die Gasthäuser stehen unter Druck. Die Kosten für Betrieb, Personal und Lebensmittel sind deutlich gestiegen. Vereinstreffen, Sparvereine und Stammtische nehmen ab, dadurch schwanken die Gästezahlen, was die Planung schwierig macht. Hinzu kommt der Fachkräftemangel, die Abwanderung aus dem ländlichen Raum und auch das veränderte Konsumverhalten nach der Corona-Pandemie. Die Gäste gehen seltener essen“, fasst Schratt die komplexe Situation zusammen. Eine Lösung für Gastro-Betriebe seien Spezialisierungen, wie etwa das Gasthaus Gelter, das zur Gelterei wurde, also ein Gasthaus, in dem auch regionale Produkte verkauft werden.