„Straßen sind die Lebensadern einer Region“, sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Dienstag in der St. Veiter Straßenmeisterei. Der Straßenbaureferent stellte dabei die wichtigsten Baumaßnahmen für die Region Mittelkärnten vor. Rund fünf Millionen Euro werden vom Land Kärnten investiert, damit sollen über 25 Bau- und Planungsprojekte umgesetzt werden.
Eines der großen Vorhaben ist zum Beispiel die L 79 Falkert Straße, bei der nach Hangrutschungen eine Böschungssicherung errichtet wird. Rund 225.000 Euro werden dafür vom Land Kärnten in die Hand genommen. Bei der L 70 Klein St. Veiter Straße soll im Abschnitt „Witsch“ wegen massiver Schäden eine schrittweise Sanierung erfolgen, inklusive Stützmauern und Neuaufbau der Fahrbahn. Bis zum Jahr 2028 sollen hier 950.000 Euro investiert werden.
„Wir setzen heuer gezielt einen Schwerpunkt bei Hangsicherungs- und Verbauungsmaßnahmen auf bautechnisch besonders anspruchsvollen Straßenabschnitten. Das sorgt für Sicherheit und spart uns langfristig Kosten im Landesstraßennetz“, sagt Volker Bidmon, Leiter der Straßenbauabteilung.
Felssicherungsmaßnahmen
Dringender Handlungsbedarf besteht auch auf der L 46 Teuchen Straße, wo umfangreiche Felssicherungsmaßnahmen umgesetzt werden. Kostenpunkt: eine Million Euro. Auch an der L 91 Klippitztörl Straße sollen in der ersten Jahreshälfte umfassende Baumaßnahmen umgesetzt werden. In die Böschungssicherung und die Instandsetzung der Fahrbahn zwischen Lölling und der Passhöhe werden mehr als eine halbe Million Euro investiert.
An der B93 Gurktalstraße, genauer gesagt in der Engen Gurk, wird heuer der Startschuss für eine Generalsanierung erfolgen. Hierfür werden 270.000 Euro in die Hand genommen. In den nächsten Jahren sollen hier rund zwei Millionen Euro investiert werden. Ein weiteres Großprojekt ist der laufende Vollausbau der L 62a Wöbringer Straße (L524 Auwinkel Straße). Der rund 1,85 Kilometer lange Abschnitt wird seit 2025 umfassend erneuert, die Fertigstellung ist für August 2026 geplant. Insgesamt werden rund 1,6 Millionen Euro investiert, davon 1,1 Millionen Euro im Jahr 2026.
Auch in den Radwege-Ausbau wird 2026 investiert. Zu den zentralen Vorhaben zählt unter anderem die Radwegquerung bei Gradenegg an der B 95 Turracher Straße, mit der eine Lücke am R2 Ossiacher See Radweg geschlossen wird. Die Umsetzung erfolgt noch im Frühjahr 2026, investiert werden rund 250.000 Euro. Ein weiterer wichtiger Radwegabschnitt wird im Bereich Friesach Süd entlang der L62 Metnitztal Straße fertiggestellt.
„Seit dem Jahr 2018 haben wir viel erreicht und konnten wesentliche Maßnahmen umsetzen“, lobte Gruber sein Referat, zugleich kritisierte er auch „behördliche Hindernisse“. Gruber wünscht sich daher, Behördenwege zu erleichtern und Bürokratie abzubauen. Unterstützung bekam er dabei von Thomas Unterüberbacher, Leiter des Straßenbauamtes: „Die Bürokratie ist eine Herausforderung, wir würden aber auch mehr Budget benötigen.“