"Wir haben viele Leute glücklich gemacht", so bilanziert Hans Mutschlechner das 31. internationale Straßentheaterfestival Olala. Nach der gestrigen Mittagsparade, die einen "überwältigenden Publikumszuspruch fand", ist ihm die große Erleichterung, dass alles gut über die Bühne gegangen ist, anzumerken. "Wir durchleben eine schwierige Zeit. Wenn es gelingt, die Menschen für ein paar Stunden in unsere magisch-poetische Welt zu entführen, haben wir mit dem Festival viel erreicht", sagt "Mister Olala". Zu den Glanzstücken zählten Danny und Pepin Ronaldo, die im Zirkuszelt auf dem Ebnerfeld eine berührende Vater-Sohn-Beziehung ganz ohne Worte erzählten. Akrobatik und Clownerie kamen bei den beiden Artisten aber nicht zu kurz.

"Unser Team hat wieder Außergewöhnliches geleistet. Wir sind jetzt zwar ausgelaugt, aber die persönlichen Gratulationen seitens des Publikums und der gute Ruf, den wir uns erarbeitet haben, sind der Lohn für die Arbeit", sagt Mutschlechner.

30.07.2022 - 31. Int. Strassentheaterfestival OLALA - Lienz
Festival-Organisator Hans Mutschlechner (rechts)
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Er betont, dass das Festival längst kein reines Straßentheater mehr sei, sondern dass neue Strömungen der interaktiven Zirkuskunst aufgegriffen wurden: "Viele Besucher, die das Althergebrachte erwarten, werden es in dieser Form nicht mehr bekommen. Wir entwickeln uns ständig weiter und wollen vom reinen Unterhaltungsprogramm wegkommen und das Publikum stärker einbinden, es aber keinesfalls überfordern."

Die Künstler werden von Mutschlechner sorgfältig ausgesucht, sie müssen hohen Anforderungen gerecht werden und erhalten eine Gage: "Bei reinen Straßentheaterfestivals lebt der Künstler davon, was im Hut landet." Das Konzept dürfte aufgegangen sein. Der Anteil der Zuschauer, der von auswärts kommt, liegt bei über 60 Prozent. Die fröhlichen Gesichter und die gute Stimmung in der Stadt untermauern, dass die neue Art des Showprogramms goutiert wurde.