Am Dienstag donnerte im Gemeindegebiet von Prägraten gegen 4.35 Uhr eine Lawine über einen steilen Hang in Richtung Landesstraße. Nur knapp vor den Häusern im Bereich der Haltestelle Bobojach kam sie zum Stillstand. Verletzt wurde durch den Lawinenabgang zum Glück niemand. Aus Sicherheitsgründen musste die L24, die Landesstraße zwischen Virgen und Prägraten, gesperrt werden. Eineinhalb Stunden später, um 6 Uhr, musste auch die Gemeindestraße von St. Andrä zur Fraktion Bichl gesperrt werden, ebenso wie der Betrieb der Liftanlagen. Volksschule und Kindergarten blieben am Dienstag auch geschlossen. Nachdem die Räumung der Lawine durchgeführt wurde, hieß es gegen 16 Uhr wieder freie Fahrt. Durch den Lawinenabgang war Prägraten mehrere Stunden von der Außenwelt abgeschnitten.

Im nördlichen Osttirol herrscht ab sofort auch unterhalb der Waldgrenze große Lawinengefahr.  „Einzelne sehr große spontane Lawinenabgänge können weiterhin nicht ausgeschlossen werden. An steilen Grashängen sind mittlere und große Gleitschneelawinen möglich. Auch wenn die Lawinengefahr in weiten Teilen des Landes heute kritisch bleibt, rechnen wir dennoch mit einem weiteren Rückgang der Lawinengefahr in den nächsten Tagen. Für Schneesport abseits der gesicherten Pisten sind die Verhältnisse derzeit jedoch noch sehr ungünstig“, informiert Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst Tirol. Es gilt Lawinenwarnstufe 4.

Zumindest bis Mittwoch gesperrt bleibt wegen Lawinengefahr die Felbertauernstraße zwischen Matrei und Mittersill. Aktuelle Informationen diesbezüglich sind unter www.felbertauernstrasse.at zu finden.

© Ruggenthaler
Lawinenabgang in Prägraten
Lawinenabgang in Prägraten © KK/Privat
Lawinenabgang in Prägraten
Lawinenabgang in Prägraten © KK/Privat