Abwarten und Tee trinken, heißt es für den Bürgermeister der Marktgemeinde Nußdorf-Debant, Andreas Pfurner. Geht es doch immerhin um die Entscheidung des Umweltsenats in Wien für ein Fachmarktzentrum auf 25.000 Quadratmetern östlich des Interspars in Debant. Wie berichtet, verhandelte Mitte Dezember 2006 der Umweltsenat über die Notwendigkeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Diese Entscheidung wurde damals jedoch vertagt.

Zweites Gutachten. Der Grund: Ein zweites lufttechnisches Gutachten musste eingeholt werden, welches die Auswirkungen des geplanten Vorhabens auf die bestehenden Betriebe sowie die des Verkehr auf die Luftwerte beinhaltet. Die Umweltabteilung in Innsbruck hatte die Erweiterung abgelehnt weil bereits 1500 Parkflächen vorhanden sind. Mit der Erweiterung würden 235 dazukommen. Zu viel, sagte die Landesbehörde und verlangte eine UVP. Spar und die Marktgemeinde beriefen beim Umweltsenat dagegen.

Baldiges Urteil. "Dieses Gutachten liegt nun dem Umweltsenat vor und ist meiner Meinung nach positiv ausgefallen. Die Luftwerte liegen demnach unter der Irrelevanzgrenze", sagt der Innsbrucker Rechtsanwalt Paul Wöll, der die Nußdorf-Debanter Interessen vertritt. Schon bald könnte ein Urteil über eine UVP ergehen.

Gefahr durch UVP. Die Interspar-Erweiterung steht und fällt mit der Entscheidung des Umweltsenates. "Wenn der Umweltsenat eine UVP verlangt, besteht die Gefahr, dass das Projekt nicht mehr realisierbar ist", befürchtet Bürgermeister Andreas Pfurner. Die Kosten, der Aufwand und der zeitliche Rahmen bei der Durchführung einer UVP seien zu hoch. Pfurner: "Die Supermarktkette Spar würde einen Verkehrsausbau beim Kreisverkehr ko-finanzieren, bei einer UVP ist das nicht mehr möglich."