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Daumen halten für Biathleten Huber

Junger Lokalmatador erhält doch noch verloren geglaubten Startplatz bei Biathlon-Junioren-Heimweltmeisterschaft. Bürgermeister bewegt ganzes Dorf zum Anfeuern und Mitfiebern.

 

Ein ganzes Tal wird heute um 13.30 Uhr gebannt den Atem anhalten, wenn Lokalmatador Martin Huber (20) im Einzel-Bewerb der Junioren das erste Mal die Zielscheiben am Schießplatz in Obertilliach anvisiert. Dabei wäre der große Traum des jungen Kartitschers, an der Weltmeisterschaft in seinem Nachbarort auf seiner "Wohnzimmerloipe" teilzunehmen, beinahe schon zerplatzt. Trotz guter Leistungen war die Konkurrenz im eigenen Team zu stark und so wurde Huber vorerst nur als Ersatzmann des österreichischen Teams sozusagen "nach Hause" geschickt.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Weil aber nun ein Teamkollege krankheitsbedingt w. o. geben musste, konnte Huber doch noch einen Startplatz ergattern. "Ich wünsche natürlich niemandem einen Ausfall", stellt er sportlich klar. "Aber ich bin überglücklich, jetzt doch bei dieser WM starten zu dürfen - immerhin habe ich vier Jahre lang darauf hingearbeitet." Der oft überstrapazierte Spruch "Die Hoffnung stirbt zuletzt!" habe sich in seinem Fall tatsächlich bewahrheitet.

Für den Bewerb selbst steckt sich der Nachwuchsbiathlet keine allzu hohen Ziele: "Ich habe nichts zu verlieren", lautet sein Motto. "Ich kann locker drauflosfahren und schauen, was herauskommt." Die Unterstützung der Fan-Gemeinde scheint ihm aber sicher, denn bei den bisherigen Bewerben war Huber schon als Zuschauer dabei und von der Atmosphäre begeistert. "Ein top organisiertes, lässiges Event", lobt er die Veranstalter.

Dafür, dass sich auch ja kein Kartitscher hinter dem Ofen verkriecht, sondern vor Ort mitfiebert, während der 20-Jährige nur wenige Kilometer vom Heimatdorf entfernt mit Spitzenathleten aus der ganzen Welt um die Wette schießt und läuft, hat Bürgermeister Josef Außerlechner die Initiative ergriffen. "Wir haben versucht, sofort publik zu machen, dass unser Martin heute startet", erzählt er. Via SMS und E-Mail wurden die Dorfbewohner ermuntert, sich auf die Tribüne zu stellen und den jungen Sportler anzufeuern. Und falls auch Sie gerade noch beim Frühstück sitzen - es ist noch nicht zu spät, nach Obertilliach zu fahren!

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