„Hoch an, Feuer!“ Wenn dieser Befehl für ausgerückte Schützen in Reih und Glied ertönt, werden in Tirol auch künftig keine Frauen dabei sein, die zum Gewehr greifen. Sie werden nicht in der Krachledernen aufmarschieren, mit den Wadln in gestrickten Socken. In einer geheimen Briefwahl des Tiroler Schützenbundes wurde klar dagegen votiert – mit strammen 86,87 Prozent. Seit Bekanntgabe des Ergebnisses wird nicht nur in diversen Foren landauf, landab heftig diskutiert, werden die „Schitzn“ als altväterisch bezeichnet, als Männer, für die schneidige Marketenderinnen zum Aufputz dienen und als Dienerinnen angesehen werden. Kurzum: Den Schützen wird Anachronismus vorgeworfen.
Frauen abgelehnt
Der Schützenchef hat „mit Shitstorm gerechnet“
Im Bezirk Lienz ist man vom deutlichen Abstimmungsergebnis über die Gewehrschützinnen überrascht. Auch führende Frauen Osttirols vermissen Gleichberechtigung.
© KLZ