Bunte Blumenwiesen statt Schottergärten, Nistplätze für Wildbienen statt Betonflächen: Elf Gartenbesitzer aus Osttirol wurden mit der begehrten „Natur im Garten“-Plakette ausgezeichnet. Sie zählen damit zu jenen 90 Tirolern, die im Landhaus in Innsbruck für ihr Engagement für mehr Artenvielfalt geehrt wurden.

„Das Interesse am naturnahen Gärtnern ist ungebrochen“, sagte Tirols Naturschutzlandesrat René Zumtobel (SPÖ) bei der Verleihung. Die Preisträger verzichten auf chemisch-synthetische Düngemittel und Torf, setzen auf heimische Pflanzen und schaffen Rückzugsorte für Igel, Schmetterlinge und Wildbienen. Insgesamt gibt es mittlerweile 856 ausgezeichnete Naturgärten in Tirol, elf davon im Bezirk Lienz. Sie reichen von liebevoll gepflegten Hausgärten über Gemeinschaftsprojekte bis hin zu Schul- und Pfarrgärten. „Diese Gärten zeigen, dass jeder einzelne Beitrag zählt – egal ob großer Garten oder kleiner Balkon“, so Zumtobel.

Im Bezirk Lienz wurden heuer elf Gärten ausgezeichnet
Im Bezirk Lienz wurden heuer elf Gärten ausgezeichnet © Tiroler Bildungsforum/Hörtnagl

Natur im Garten informiert und berät

Die Initiative „Natur im Garten“, angesiedelt beim Tiroler Bildungsforum, begleitet und berät Hobbygärtner seit Jahren und bietet Workshops und Seminare zur naturnahen Gartengestaltung an. In Tirol werden mittlerweile über 11.000 Hektar Gärten und Parkanlagen als wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen gesehen – eine Fläche, die dem gesamten Stadtgebiet von Innsbruck entspricht. Landesweit haben sich 46 Gemeinden der Initiative angeschlossen. Durch diese Projekte entstehen immer mehr ökologische Trittsteinbiotope, in denen Vögel, Insekten und Kleinsäuger Lebensraum finden.