Zwei Südtiroler, Michael Gaismair aus Tschöfs bei Sterzing und Peter Paßler aus Antholz, haben vor 500 Jahren ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte Tirols geprägt. Das Land Tirol und Südtirol erinnern zum Jubiläum in zahlreichen Veranstaltungen und Euregio-2025-Ausstellungen an den Tiroler Bauernkrieg, den die beiden jungen Männer in den Jahren 1525 und 1526 entschlossen angeführt haben. Beide bezahlten schließlich mit ihrem Leben für ihre Überzeugung, dass die Unterdrückung des Bauernstandes ein Ende haben müsse. Wie willkürlich die herrschenden Habsburger ihre Macht einsetzten, zeigt die Tatsache, dass man den Mördern der beiden Anführer nach ihren Taten kurzerhand das jeweils ausgesetzte Kopfgeld verwehrte. Die fadenscheinige Begründung lautete, die Täter hätten nur des Geldes wegen gehandelt, und nicht aus Vaterlandsliebe.
Euregio 2025 Ausstellungen
Burg Heinfels erinnert an den Bauernkrieg und Michael Gaismairs Flucht aus Tirol
Tirol und Südtirol widmen sich heuer in Euregio-Veranstaltungen der Geschichte. Dazu gehört der Bauern-Anführer Michael Gaismair, der schließlich einem Mordanschlag zum Opfer fiel.
© Christoph Blassnig