Zwar werden seit 1984 keine Amann-Ski mehr in Nötsch erzeugt, trotzdem ist diese Skimarke innerhalb der großen Kärntner Skisportfamilie unvergessen. Donnerstagabend wurde im Gailtal-Museum in Möderndorf in Erinnerung an dieses Kapitel der Gailtaler Wirtschaftsgeschichte die Sonderausstellung "Skiproduktion im Gailtal – 100 Jahre Alfred Amann" eröffnet. Sie läuft noch bis Oktober. Zugleich wurde dem Skipionier Alfred Amann (1923 bis 2011), der kommenden August seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, gedacht. Olympiasieger Franz Klammer und Karl Schnabl, dazu LSVK-Präsident Dieter Mörtl, Stefan Sodat, Fritz Sölle, Max Franz, Sepp Fian und Ex-Mitarbeiter Werner Zebedin erzählten über ihre Erlebnisse rund um den Amann-Ski. Sie würdigten die Verdienste von Alfred Amann als Rennläufer, Skifunktionär, Produzent, Techniker, Vertriebsgenie, Partner, Freund und vor allem als Förderer des Kärntner Skisportes.

Hunderte Besucher kamen ins Gailtal

Amanns Tochter Felizitas und Schwiegersohn Volker Schmidt-Amann zeichneten in Wort und Bild den interessanten Lebensweg des Nötschers nach. "Gerne wäre ich auf Amann-Ski gesprungen", bekannte Karl Schnabl. Langlaufski waren im Programm, Sprungski wurden hingegen nicht produziert.

Unter den Hunderten Besuchern sah man neben den Museumsverantwortlichen Bezirkshauptmann Heinz Pansi und Museumsleiter Kurt Thelesklaf auch Hermagors Bürgermeister Leopold Astner, Stadtrat Karl Tillian, Vizebürgermeister Michael Rohr (Nötsch), Wirtschaftsbundobmann Hannes Kandolf, die Ex-ÖSVler Hans Millonig und Sepp Gratzer sowie den akademischen Bildhauer Herbert Unterberger.