Es ist schrecklich, aber es muss auch weitergehen – so lautet derzeit das Credo in der Gailtaler Gemeinde Kötschach-Mauthen. Vor zwei Wochen wurde bekannt, dass das dortige Modine-Werk schließt und somit 146 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz noch im Dezember verlieren werden und vor einer ungewissen Zukunft stehen. Spaziert man durch den kleinen Ort und spricht mit den Einheimischen, wird schnell klar: das Thema flaut nicht ab und der Schock sitzt noch immer tief.

Für die meisten ist es ein positives Zeichen, dass sich Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sozialpartner am Donnerstag zu einem runden Tisch trafen, befürchten aber gleichzeitig, dass es nur bei leerem Gerede bleibt. „Die Politik ist jetzt gefordert. Vielleicht sollte man nochmals über den Ausbau des Plöckenpasses nachdenken. Gerade war die Stimmung im Ort sehr positiv, da wir den Erhalt unseres Skiliftes gesichert haben. Eine Woche später kommt dann solch eine Hiobsbotschaft“, sagt der Kötschacher Unternehmer Stefan Gailer. Für ihn wäre eine Nachnutzung des Areals die ideale Lösung, egal ob sich dort ein oder mehrere Unternehmen ansiedeln. „Die Randregionen hungern aus und das kann es nicht sein, dem muss entgegengewirkt werden“, sagt der Unternehmer.