AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Freitaucher auf Rekordjagd am Weißensee

Der niederösterreicher Freitaucher Christian Redl will am Weissensee den tiefsten Tauchgang unter Eis absolvieren. Die Türkin Sahika Ercümen nimmt sich Bestleistung im Streckentauchen vor.

© APA
 

Der österreichische Freitaucher Christian Redl will gemeinsam mit seiner türkischen Kollegin Sahika Ercümen am 11. und 12. Februar in Kärnten die bisherigen Weltrekorde im Freitauchen unter Eis brechen. Ercümen will mit nur einem einzigen Atemzug mehr als 100 Meter weit unter der dicken Eisdecke des Weißensees tauchen. Redl will den bisher tiefsten Tauchgang von 56 Metern um vier Meter übertreffen.

Die 25-jährige Ercümen, seit 13 Jahren Freitaucherin, ist türkische Rekordhalterin. Die Extremsportlerin ist in vier Disziplinen - Unterwasserhockey, Unterwasserrugby, Orientierungstauchen und Freitauchen - in türkischen Nationalteams und hat bereits über 150 Medaillen gewonnen. Nun will sie am 11. Februar Redls Rekord von 100 Metern, den er 2010 aufstellte, brechen.

Sieben Weltrekorde

Der 34-jährige Niederösterreicher trägt den Spitznamen "Iceman" und hat mittlerweile sieben Weltrekorde im Freitauchen aufgestellt, die meisten davon unter Eis. Am 12. Februar will er den bisherigen tiefsten Tauchgang unter Eis des Kroaten Domagoj Jakovac übertreffen und die 60-Meter-Marke sprengen.

"Nach sehr anstrengenden Tagen auf einer deutschen Wassersportmesse sind wir jetzt beide leider krank geworden", sagte Redl auf APA-Anfrage. Aber die beiden seien guter Dinge und beginnen am Montag in Techendorf (Bezirk Spittal/Drau), wo auch die Rekordversuche stattfinden sollen, mit dem Training.

Eine besonders große Herausforderung bei den Wettbewerben ist die Wassertemperatur von nur zwei Grad und Außentemperaturen im Minusbereich. "Eine große mentale Herausforderung", sagte Ercümen. Der Körper wird extremen Belastungen ausgesetzt, beim Streckentauchen unter Eis gibt es auch keine Möglichkeit, den Tauchgang vorzeitig zu beenden. Ein Arzt und Sicherungstaucher stehen deshalb für den Notfall an beiden Tagen zur Verfügung.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren