Als Frau voller Tatendrang wird Margarete Klein in Erinnerung bleiben. Die Seebodener Wirtin ist am 26. März im Alter von 86 Jahren verstorben. Ihr Leben war anfangs geprägt von Kriegswirren, später vom kontinuierlichen Aufbau dreier Betriebe. Die ersten Lebensjahre verbrachte Margarete Klein in Wien. Aufgrund einer Krankheit und Bombardierungen während des Zweiten Weltkriegs zog sie mit ihrer Mutter zu den Großeltern in die Steiermark. Als ihr Vater nach russischer Kriegsgefangenschaft heimkehrte, eröffnete er eine Fleischerei. Sowohl seine Tochter als auch sein Sohn erlernten den Fleischerberuf. Margarete, damals hieß sie Wolfsgruber, schloss die Meisterprüfung mit Auszeichnung ab. Sie arbeitete im Betrieb mit und lernte auf dem Fleischmarkt in Graz Anton Klein kennen. Sie folgte dem Seebodener Wirt und Pensionsinhaber, geheiratet wurde 1959.

Ihre Kenntnisse als Fleischerin konnte sie auch in der Wirtshausküche gut anwenden. Weil das Gasthaus ein reiner Sommerbetrieb war, unterstützte sie ihren Mann, der einen Wild- und Hauthandel aufgebaut hatte, rund ums Jahr bei der Arbeit. Später wurde auch ein Souvenirgeschäft gegründet.

Nach der Pensionierung betreute sie die Gäste

Nach einem arbeitsreichen Leben übernahmen Ende der 1990er-Jahre Sohn Fritz und Schwiegertochter Ines den Betrieb. Sie bauten ihn zu einem ganzjährig geöffneten Hotel am Millstätter See aus. Die herzliche Wirtin kümmerte sich nach wie vor um die Gäste und half, wo immer sie gebraucht wurde. In den vergangenen Jahren zwang eine Krankheit die umtriebige Frau, leiser zu treten. Im Kreise ihrer Familie fühlte sie sich bis zum Ende gut aufgehoben. Die Söhne Johann, Anton und Fritz mit ihren Familien werden am 2. April, um 11 Uhr, in der Pfarrkirche Lieseregg von ihrer Mutter Abschied nehmen.