Im Rahmen des KWF-Innovationsevents wurden kürzlich die Innovations- und Forschungspreise des Landes Kärnten verliehen. Peter und Alois Unterwaditzer holten den Spezialpreis in der Kategorie „Innovationen im Handwerk“ nach Berg im Drautal. Schon seit Jahrzehnten ist die Tischlerei Unterwaditzer ein erfolgreicher Familienbetrieb, der mit fortschrittlichen und zukunftsweisenden Projekten das traditionelle Handwerk „modernisiert“. Die Brüder führen den Betrieb in dritter Generation und beschäftigen rund 30 Mitarbeiter. Das Team hat sich auf die Produktion von sogenannten „Funktionstüren“ – hochentwickelte Produkte mit Brand-, Rauch- und Schallschutz – spezialisiert. Zudem werden einbruch- und beschusshemmende Tür-Varianten hergestellt, mit einer nach außen öffnenden Flucht-Funktion.

„Um diese Sonderlösung entwickeln zu können, beschäftigen wir uns schon seit über 20 Jahren mit der Holz- und Sicherheitsforschung. Die ersten Schuss-Versuche führten wir vor rund fünf Jahren durch. Die Kombinationsmöglichkeit all dieser Sicherheitsaspekte gab es bislang nicht als Holztür-Konstruktion, sondern nur als Stahl-Variante. Die Schwierigkeit lag darin, die einzelnen Funktionen aufeinander abzustimmen und die notwendigen Bestandteile zu entwickeln“, schildert Alois Unterwaditzer, der mit seinem Team auch auf die Optik der Türen Wert legt. „Wenn man nicht weiß, was die Türen können, sieht man ihnen all die Funktionen nicht an. Sie sind Voraussetzungen, aber die Gestaltung ist individuell. Jede Anfertigung ist ein Einzelstück. Wir bauen auch historische Reproduktionen von Tür-Varianten. Sie sind ein Abbild der ursprünglichen Konstruktion, aber mit modernster Technologie ausgestattet.“

Zahlreiche Projekte

Der Spezialpreis stelle eine hohe Wertschätzung für ihre Arbeit dar. „Die Auszeichnung zeigt, dass es nicht nur zahlreiche Innovationen im IT-Bereich gibt, die sich rund um die Künstliche Intelligenz drehen, sondern dass auch Handwerksbetriebe fortschrittliche Ideen haben. Unsere Mitarbeiter sind bestens ausgebildet und sehr qualifiziert, nur so ist es möglich, zukunftsweisende Projekte auch umzusetzen“, schildert Peter Unterwaditzer.

Von der Qualität der Konstruktionen überzeugten sich bereits zahlreiche Kunden und Auftraggeber. „Unser größtes Projekt war mit Sicherheit die Fertigung der Funktionstüren des Österreichischen Parlaments“, erinnern sich die Geschäftsführer. Auch im Bundesministerium für Inneres, in den Landeskrankenhäusern Villach und Klagenfurt, im Bezirksgericht Voitsberg und zahlreichen Schulen, Universitäten, Banken und Museen sind Konstruktionen aus Berg im Drautal zu sehen.

Das Team der Tischlerei Unterwaditzer
Das Team der Tischlerei Unterwaditzer © KK/Unterwaditzer