Mit solch einer Nachricht aus der Metall-Branche hat wohl niemand gerechnet: Die Montex Maschinenfabrik in St. Stefan im Lavanttal hat gestern 48 Arbeitnehmer zur Kündigung angemeldet. Wie viele Männer - Frauen sind nicht betroffen - tatsächlich mit Jahresende ihren Job verlieren, wusste gestern noch niemand.

Der Schock, dass ausgerechnet ein Unternehmen in der Metall-Branche, wo Arbeitnehmer derzeit fast so gefragt sind wie Gold, an Kündigungen denkt, sitzt tief. Doch für die Betroffenen gibt es auch einen Lichtblick. Laut dem Wolfsberger Chef des Arbeitsmarkt-Service (AMS) Johann Schober, könnten alle Arbeitnehmer an Unternehmen in der unmittelbaren Umgebung vermittelt werden. "

Hoffnung. Derzeit haben wir 124 freie Stellen in der Metallbranche im Tal. Die Arbeitnehmer sind gut ausgebildete Fräser und Schweißer, für die wir 100 offene Stellenangebote haben", macht Schober den Betroffenen Hoffnung. Außerdem stehe noch nicht hundertprozentig fest, wie viele der 48 Arbeiter tatsächlich gekündigt werden müssen.

Wie? Wie das Unternehmen überhaupt in solche Nöte kommen konnte, dass man gut ein Drittel der 133 Arbeitnehmer zur Kündigung anmelden muss?

Konkurrenz aus Korea. Eine Stofftrocknungsanlage, die Montex produzierte, wurde von einer koreanischen Fabrik kopiert und dort wesentlich günstiger produziert. Außerdem machen dem Unternehmen die steigenden Rohstoffpreise und der Dollar-Kurs zu schaffen. Für den Fall, dass nicht alle Gekündigten bereits im Vorfeld an andere Firmen vermittelt werden, will Schober Umschulungen anbieten. "Dass dieser Fall für mehr als ein oder zwei Arbeitnehmer eintritt, rechne ich aber nicht."

Keine Stellungnahme. Die Montex Betriebsleitung war gestern zu keiner Stellungnahme bereit.