Knapp drei Jahrzehnte lang konnte die „Pennale Burschenschaft Teutonia zu Wolfsberg“ ihr von der Lavanttaler Bezirkshauptstadt zur Verfügung gestelltes Vereinslokal neben dem Rathaus zu einem äußerst günstigen Tarif nutzen. Die Stadtgemeinde Wolfsberg hat das Gebäude am Rathausplatz 3 in der Oberen Stadt, welches sie selbst seit Anfang der 1990er-Jahre von der Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (Kelag) angemietet hat, 1996 an die schlagende Mittelschulverbindung untervermietet. Der damals vereinbarte Mietzins betrug wertgesichert 1000 Schilling (umgerechnet knapp 73 Euro) pro Monat zuzüglich Umsatzsteuer, zuletzt waren von der Untermieterin monatlich rund 160 Euro inklusive Betriebs- und Heizkosten zu bezahlen. „Dass eine Gemeinde Vereine, zum Beispiel durch die Übernahme von Betriebskosten, in von ihr zur Verfügung gestellten Gebäuden unterstützt, ist an sich nichts Ungewöhnliches“, sagt der Wolfsberger Stadtrat Jürgen Jöbstl (SPÖ), der politisch unter anderem für die Referate Grundbesitz sowie Wohn- und Geschäftsgebäude verantwortlich zeichnet.