Mit rund 500 Sitzplätzen ist der Alpengasthof „Göslerhütte“ laut Kurt Jöbstl als Obmann der Agrargemeinschaft Göslerhalt „der Hauptversorgungsbetrieb im Winter“. Doch der Zahn der Zeit nagt längst am 1978 gebauten Gasthof mitten im Ski- und Wandergebiet. „Wir haben innen zwar schon ein paar Mal modernisiert und 1997 einen großen Zubau errichtet, aber jetzt ist es Zeit für eine umfassende Sanierung“, sagt Jöbstl. Und so startete die Agrargemeinschaft als Besitzer der Hütte im Sommer mit den Modernisierungsarbeiten. „Umgebaut wird bei laufendem Betrieb, bis zum Start der Wintersaison rund um den 8. Dezember wird alles fertig sein“, ergänzt Jöbstl, der die Skischule auf der Weinebene betreibt.
„Es wird quasi alles erneuert, bis auf die Gasträume“, erklärt Jöbstl und zählt auf: „Die Fenster und Türen werden erneuert, außerdem auch die WC-Anlagen im Keller, die Terrasse, die Balkone und die Fassade. Darüber hinaus wird der Haupteingang mittels Rampe behindertengerecht adaptiert und im Eingangsbereich zusätzlich noch ein behindertengerechtes WC errichtet.“ Die Heizung wurde bereits im Vorjahr von Öl auf Pellets umgestellt. „Samt Umstellung der Heizung investieren wir als Agrargemeinschaft über 700.000 Euro in die Modernisierung der Göslerhütte“, sagt der Obmann. Die Heizungsumstellung und die thermische Sanierung mittels Vollwärmeschutz sollen helfen, Energiekosten zu sparen. Der „Skistall“, in dem die Ski abgestellt werden können, wird außerdem mit einer Schuhtrockenanlage ausgestattet.
60 Betten
Als Pächter der Göslerhütte versorgt das steirische Ehepaar Anita und Max Bichler die Gäste ganzjährig mit Hausmannskost. Mit dem großen Gastzimmer im Erdgeschoß, dem Selbstbedienungsbereich im Keller und der Terrasse kommt der Alpengasthof auf rund 500 Sitzplätze. Dazu kommen noch 60 Betten, die gerne von Schulen für die Unterbringung der Kinder bei Schulskikursen gebucht werden. „In einem weiteren Schritt wollen wir die Zimmer erneuern. Aber jetzt noch nicht, sondern vielleicht in ein paar Jahren“, sagt Jöbstl. Am Parkplatz werden außerdem Elektro-Ladestationen für acht Autos errichtet. „Da schauen wir uns an, wie die Nachfrage ist“, sagt der Obmann der Agrargemeinschaft.