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Kärnten

Ticket für eine Reise in die Forschungswelt

Je 5000 Euro wert sind zwei Stipendien wert, die Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und das Land Kärnten jetzt wieder an Studierende vergeben.

Vergibt Stipendien: Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer © dpa/Michael Kappeler
 

Eine der großen amerikanischen Universitäten, eine spannende Forschungseinrichtung in Lateinamerika. Oder noch konkreter: „Ökonomie und Anthropologie an der Universität von Jakarta“. Unternehmer und Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer hätte da schon die eine oder andere für einen Aufenthalt an einer ausländischen Universität. Womit er sich als forschender Student beschäftigen würde?

„Angesichts des Desasters der Weltwirtschaft und der permanenten Krisenhaftigkeit wäre es spannend alternative ökonomische Ansätze zu beleuchten.“ Gusenbauer will aber lieber den akademischen Nachwuchs fördern und stiftet deshalb, in Kooperation mit dem Land Kärnten, zum zweiten Mal ein nach ihm benanntes Stipendium.

London und Südafrika

Vergeben werden auch in diesem Jahr wieder zwei Stipendien in Höhe von je 5000 Euro für Kärntner Studierende der Sozial- oder Wirtschaftswissenschaften, die ein Jahr im Ausland verbringen und forschen wollen. So macht es derzeit etwa der 24 Jahre alte Dieter Gutschi, der in Südafrika zur Entwicklung des Phosphorsektors forscht. Thomas Kawalar verbringt ein Auslandsjahr in London und beschäftigt sich dort mit Spielräumen in der Bilanzpolitik. Gusenbauer war nicht nur von den beiden Stipendiaten des Vorjahres begeistert. „Obwohl das Stipendium noch nicht so bekannt war, hatten wir schon bei der ersten Runde eine wirklich sehr gute Qualität der Einsendungen. Auch andere hätten es sich mit ihren interessanten Projekten verdient gehabt“, sagt Gusenbauer.

Sozial Schwache bevorzugt

Für viele talentierte Studierende ist ein Auslandsjahr schlichtweg nicht leistbar. Laut Landeshauptmann Peter Kaiser wird also auch in diesem Jahr die soziale Bedürftigkeit der Bewerber ein Kriterium bei der Vergabe sein. „Studieren im Ausland erhöht definitiv die Chancen auf eine erfolgreiche berufliche sowie persönliche Zukunft und ist auch eine ausgezeichnete Schule fürs Leben“, sagt Kaiser. Den erfolgreichen Bewerbern aus dem Vorjahr gab er mit auf den Weg: „Sammelt Erfahrungen, aber kommt dann nach Kärnten zurück.“ Das Bundesland leidet ja besonders stark an der Abwanderung von gut ausgebildeten jungen Menschen.

Bewerbung

Für das Gusenbauer-Stipendium können sich Studentinnen und Studenten bewerben, die ihren Hauptwohnsitz in Kärnten haben und in den Studienrichtungen Sozial- oder Wirtschaftswissenschaften (Bachelor oder Master) studieren.

Zwei Stipendien in Höhe von 5000 Euro werden auch in diesem Jahr vergeben. Sie gelten jeweils für ein Studienjahr (Wintersemester 2015/2016 und Sommersemester 2016 ). Bewerbung mit Bewerbungsbogen, Nachweis über Studienerfolg und Wohnsitz, Motivationsschreiben, Lebenslauf und ein mehrseitiges Exposé über die zu unterstützende Arbeit. Bewerbungsfrist: 30. April 2015.

Bewerbungsbogen und alle weiteren Infos auf
www.ktn.gv.at/stipendium



Finanziert wird die Unterstützung durch ein Stipendienkonto, das Gusenbauer eingerichtet hat. „Wenn ich bei Gemeinden, Schulen oder NGOs Vorträge halte, verlange ich kein Honorar. Diese Einrichtungen können dann aber freiwillig auf das Stipendienkonto einzahlen. Damit ist immer eine Auffüllung garantiert.“

Die Entscheidung über die Vergabe trifft wieder eine hochkarätige Jury: Initiator Alfred Gusenbauer, Landeshauptmann Peter Kaiser, Antonia Gössinger (Chefredakteurin Kleine Zeitung), Monika Kircher (Infineon-Beraterin), Unternehmer Hans Peter Haselsteiner und Andrea Wastian (BKS Bank). Interessierte können sich noch bis spätestens 30. April bewerben. 

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