Klagenfurt

Noch keine Spur von Graffiti-Sprayern

Zwei Klagenfurter Schulen wurden innerhalb kurzer Zeit beschädigt. Bei der Entfernung entstehen oft oft hohe Kosten.

Sowohl das Bachmann-Gymnasium als auch das BG Lerchenfeld wurden vor wenigen Tagen von Sprayern heimgesucht © Schild//Reimüller
 

Gestört wurde er zwar, erwischen konnte man ihn jedoch nicht. Jenen „Künstler“, der vor wenigen Tagen die Fassade des Lerchenfeldgymnasiums in Klagenfurt mit fragwürdigen Graffitis überzogen hat. Kurz vor zwei Uhr nachts machte er sich mit mehreren Spraydosen ausgerüstet ans Werk. Wäre er nicht von einem Zeugen gesehen worden, das Ausmaß der Beschädigung wäre wohl noch größer gewesen.

„Die Täter sind sehr vorsichtig und wählen oft Objekte, an denen sie ruhig arbeiten können. Eine Beschädigung wird oft erst viel später bemerkt. Dass wir jemanden auf frischer Tat erwischen, ist fast unmöglich“, sagt der Klagenfurter Stadtpolizeikommandant Horst Jessenitschnig. Der einzige Anhaltspunkt bleibe meist nur der Schriftzug.
Im Jahr 2012 ist es das bisher letzte Mal gelungen, einen der selbst ernannten Künstler dingfest zu machen. „Er war damals im gesamten Stadtgebiet aktiv und hat überall das Gleiche hingesprüht. So konnten wir ihn identifizieren“, sagt Jessenitschnig.

Ihre Werke versehen die meisten Sprayer immer mit einer eigenen Signatur. Um Aufmerksamkeit zu erregen und Respekt bei den Kollegen zu ernten, werden meist Objekte im öffentlichen Raum ausgewählt. Wie viele Sprayer genau in Klagenfurt ihr Unwesen treiben, sei laut Polizei nur schwer zu beziffern. Die Szene sei aber gut organisiert und untereinander vernetzt.

Öffentliche Hand zahlt

Wenige Tage vor dem Anschlag auf das BG Lerchenfeld wurde auch die Außenfassade des Ingeborg-Bachmann-Gymnasiums mit einem eigenwilligen Schriftzug bedacht. Es war bereits der zweite Fall innerhalb eines halben Jahres. „Sie waren mit Kapuzenpullis bekleidet und einer ist Schmiere gestanden. Es waren aber nicht nur wir sondern die ganze Siedlung betroffen“, sagt Direktor Markus Krainz.
Die Kosten für die Entfernung der Schmierereien belaufen sich schnell auf mehrere 1000 Euro. Im Falle der Schulgebäude müssen sie von der öffentlichen Hand getragen werden.

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