Es kommt bekanntlich nicht oft vor, dass sich Grün und Blau bei einem Thema einig sind: Doch die geplanten 55 Genossenschaftswohnungen an der Seeuferstraße in Pörtschach (Bauträger Vorstädtische Kleinsiedlung und Kärntner Friedenswerk) regen beide Parteien auf. Wie am Montag berichtet, soll in der Gemeinderatssitzung am heutigen Dienstag ein Grundsatzbeschluss über das soziale Wohnbauprojekt gefällt werden. Dagegen stimmen ganz klar Grün und Blau. "Wir haben 450.000 Quadratmeter gewidmetes Bauland in Pörtschach. Wie kann es sein, dass hier kein anderes Grundstück gefunden wurde?", fragt sich Grüner-Gemeinderat Erich Göbel (Bauausschuss-Mitglied). Außerdem seien die Grundstückspreise direkt in Wörthersee-Nähe sehr hoch. "Von leistbar kann hier keine Rede sein", kritisiert er und fährt fort. "Im Gartenweg steht bereits ein Bau dieser Genossenschaft und hier sind einige Wohnungen leer", sagt Göbel, der genau wie Grüne-Bürgermeisterkandidatin Gabriele Hadl, Zweitwohnsitze vermutet. "Wenn ich eine Wohnung kaufe, dann kann niemand garantieren, dass man diese nicht wieder weiterverkauft und der nächste Eigentümer, die Wohnung dann als Zweitwohnsitz verwendet", so Hadl.
Pörtschach
Auch die Grünen kritisieren geplanten Sozial-Wohnbau in Pörtschach
Kurz vor der heute stattfindenden Gemeinderatssitzung in Pörtschach überhäufen auch die Grünen die Pläne für die Genossenschaftswohnungen in der Seeuferstraße mit Kritik.
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