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Menschen mit BehinderungTrotz Arbeit bekommen sie nur Taschengeld

Florian Kokarnig und Lisa Marie Leimisch gehen täglich zur Arbeit, bekommen aber kein Gehalt. Wie ihnen geht es 1255 Kärntnern mit Behinderung. „Nicht akzeptabel“, sagt Behindertenanwaltschaft.

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Lisa Marie Leimisch und Florian Kokarnig arbeiten gerne, möchten dafür aber auch einen fairen Lohn © Helge Bauer
 

Messer und Gabel liegen schon an Ort und Stelle. Jetzt sind die blank polierten Suppenlöffel dran. Mit großer Sorgfalt deckt Florian Kokarnig mit einer Kollegin die dekorierten Tische. Nebenbei plaudern die beiden fröhlich. Bald werden die ersten Gäste zum Mittagessen kommen. Diese Szene könnte sich in jedem Lokal in Klagenfurt vor dem Mittagsgeschäft abspielen. In Wirklichkeit handelt es sich um die Räume des Bistros „Come In“ vom gemeinnützigen Verein Autark am Rudolfsbahngürtel, wo Menschen mit Behinderung arbeiten.

Kommentare (3)

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CuiBono
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WERTSCHÄTZUNG

heißt das Zauberwort.

Wir - in unserer "ach so" sozialen Welt sind weit davon entfernt, menschliche Leistung - egal wie sie sich realisiert - adäquat zu bewerten und zu würdigen.
Pekuniär wie auch immateriell.

Mit der jetzigen Regierungskoalition wird sich das auch ganz sicher nicht zum Besseren wenden. Eher gleiten wir in die Steinzeit ab.
Wegsperren, totschweigen, Empathie - Null. Sollen doch nicht das "Geschäft" stören, die Dummerln.

Pfui und Kotz!

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silviab
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Schön,

wenn man Missstände, die schon seit Jahrzehnten bestehen, nur der jetzigen Regierungskoalition anheftet. Wo war der Aufschrei der "Sozis" in den Jahren davor? Stimmt, diese Minderheiten haben keine Wertschätzung und keine Lobby im Hintergrund. Im Fall von Lisa Marie und Florian ist es besonders arg. Der Verein Autark hilft wahrscheinlich, aber im gleichen Augenblick nutzt er die Situation dieser (und vielen anderen) Jugendlichen/Menschen aus. Bin sicher, dass die "normalen" Mitarbeiter einen hervorragenden Lohn erhalten, die Basis vielleicht nicht so, aber die oberen Ebenen.
Diese Sauerei gehört generell geändert: die beeinträchtigten Arbeitnehmer (egal wie schwer) gehören sozial- und pensionsversichert! Das lächerliche Taschengeld gehört auf mindestens EUR 500,-- im Monat angehoben! Wenn ein Privatbetrieb "Behinderte" einstellt, bekommt er zwar Förderungen, muss aber auch alle Sozialabgaben leisten und kann den Arbeitnehmer auch nicht mit EUR 30,-- pro Monat "abspeisen"!

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CuiBono
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@silviab

"Schön, wenn man Missstände, die schon seit Jahrzehnten bestehen, nur der jetzigen Regierungskoalition anheftet..."

Danke für den Einwand.
Ihre Argumentation ist auf den ersten Blick schlüssig, ja geradezu ein Totschlagargument.

Alldieweil für MICH sind Versäumnisse und Vergehen der Vergangenheit KEINE Entschuldigung dafür, die Dinge nicht endlich ins Lot zu bringen!

Wo bleibt denn das "christlich-soziale" bei der ÖVP, die jetzt türkis eingefärbt und vollkommen großkapitalgesteuert erst recht die Führung des Wortes "Volk..." im Namen nicht verdient. Die asoziale Politik dieser Hin- und Herschaften unter dem großen Schweiger ist Fakt und eine himmelschreiende Sauerei.

Zu der (angeblich nur mit-)regierenden Partei mit ihrer demonstrativ deklamierten Politik für den kleinen Mann gibt es nichts zu sagen, weil schlicht er- und gelogen. Zum Behufe von Stimmenfang und sonst gar nix.

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