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Feuer in Klagenfurt21-Jähriger tauchte bei drei Bränden auf

Drei Brände in einer Reihenhaussiedlung verunsichern die Anwohner. Trotz Auffälligkeiten gibt es keinen Verdächtigen.

Das Kriminalamt ermittelt in der Karawankenblickstraße © Berufsfeuerwehr
 

Donnerstag, 21 Uhr in einer verwinkelten Reihenhaussiedlung in der der Karawankenblickstraße. Ein junger Mann, nur mit einem Jogginganzug und Hausschuhen bekleidet, zieht nervös an seiner Zigarette. „Ich hab die Kerze hier abgestellt“, sagt er und deutet auf den Zaun, der das Grundstück seiner Eltern abgrenzt. „Ich weiß nicht wo sie jetzt ist“, gibt er den uniformierten Beamten zu Protokoll. In der Luft riecht man noch das verbrannte Plastik einer Gartenhütte. Es ist die Hütte einer Nachbarin, die gerade auf Urlaub ist. „Da wusste jemand, wo man hin muss“, sagt ein Polizist.

Dass just dieser junge Mann am Abend zuvor zwei Brände in Müllcontainern in der Siedlung entdeckt haben soll, macht die Nachbarn argwöhnisch. „Sie müssen hier bleiben“, bittet ein Anrainer die Feuerwehr. Die Angst geht um, dass auch in dieser Nacht ein weiteres Feuer gelegt werden könnte. Um 8 Uhr Früh ziehen die letzten Einsatzkräfte ab. Neben der Berufsfeuerwehr, der Polizei und dem Roten Kreuz, standen auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Viktring/Stein und St. Ruprecht im Einsatz.

Einen Tag später, am Freitag, hat sich der Rauch verzogen – und die Beamten des Landeskriminalamts den Fall übernommen. Jene fünf Brände in Fischl und St.Peter, bei denen ebenfalls Müllcontainer in Flammen standen, untersucht weiterhin das Stadtpolizeikommando. Man hat die Fälle getrennt.

Acht Brände gab es in letzter Zeit in Klagenfurt Foto © Koschat
Polizeisprecher Mario Nemetz gibt sich zum Stand der Ermittlungen in der Karawankenblickstraße verschlossen. Nur so viel stellt er klar: „Der 21-Jährige verbrachte die Nacht auf freiem Fuß.“ Anhaltspunkte für eine neuerliche Tatbegehungsgefahr, die auch eine Untersuchungshaft rechtfertigen würden, habe man nicht. „Der Mann wird nach wie vor als Zeuge und nicht als Verdächtiger geführt“, sagt Nemetz.

Für erfahrene Kriminalisten wie Johann Hammer, er war über mehr als 20 Jahre Chef der Brandgruppe in der Gendarmeriekriminalabteilung, bleibt das Vorgehen der Polizei in diesem Fall nicht nachvollziehbar. „Diese Brände wirken für mich aus der Ferne nicht wie ein Zufall“, sagt Hammer.

Rechtlicher Hintergrund

Brandstiftung wird nach dem Strafgesetzbuch – auch als Versuchsdelikt – mit bis zu zehn Jahren Haft bedroht. Hinzu kommt die Sachbeschädigung.

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