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Klagenfurt

So aufwändig ist der Aufbau einer neuen Orgel

In den nächsten vier Wochen wird im Klagenfurter Dom die neue Marienorgel, die in Vorarlberg gefertigt wurde, installiert.

Hektische Betriebsamkeit bei den Handwerkern.
Hektische Betriebsamkeit bei den Handwerkern. © Helmuth Weichselbraun
 

Im Altarbereich des Klagenfurter Domes steht ein großes Baugerüst. Es wird gehämmert. Am Rand des Kirchenschiffes sind verschiedene Orgelteile aufgestapelt. Unter den Handwerkern herrscht konzentrierte Betriebsamkeit. Vor zwei Tagen wurde der Großteil der neuen Marienorgel, die von der Vorarlberger Firma Rieger gefertigt wurde, angeliefert.

Ganze vier Wochen wird der Aufbau in Anspruch nehmen. Kurz vor der Fertigstellung kommt noch das restliche Pfeifenmaterial. „Die Orgel ist eine Maßanfertigung für den Dom. Sie könnte nirgendwo sonst aufgebaut oder gespielt werden“, sagt Domorganist Klaus Kuchling. Einmal wurde das Instrument von den Orgelbauern in Vorarlberg bereits zusammengesetzt. Danach musste es wieder feinsäuberlich zerlegt und verpackt werden, um per Sattelschlepper seine Reise nach Klagenfurt anzutreten. Der Aufbau ist Maßarbeit. So werden etwa die Orgelpfeifen in die oberen Fenster im Altarraum eingefügt. „Alle Maßnahmen erfolgen in Absprache mit dem Bundesdenkmalamt“, betont Hausherr und Dompfarrer Peter Allmaier.

Klagenfurt: Orgelaufbau im Dom

In Einzelteilen wurde das Instrument aus Vorarlberg angeliefert.

Helmuth Weichselbraun

In den nächsten vier Wochen wird die Orgel von den Handwerken in Maßarbeit eingepasst.

Helmuth Weichselbraun

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Helmuth Weichselbraun
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Große Eingriffe in den barocken Altarraum sind nicht vorgesehen, vielmehr soll das Neue das Bestehende ergänzen. Kirchenbesucher werden im Altarraum lediglich den Spieltisch und in den beiden hinteren Fenstern im ersten Stock fächerförmig angereihte Pfeifen sehen. In den vorderen Fenstern könnte sogar das Glas erhalten bleiben, da altes Glas weitaus schalldurchlässiger ist, als neues. Was von der Orgel schlussendlich zu sehen sein wird, ist, bildlich gesprochen, lediglich die Spitze des Eisberges. Denn im Vergleich zur bestehenden Domorgel mag sie zwar klein sein, erweist sich aber dennoch als erstaunlich groß. Im ersten Stock nimmt das Innenleben des Instruments rechts und links vom Altarraum zwei ganze Räume ein.

Einweihung

Orgelweihe. Am 30. April wird die Marienorgel feierlich eingeweiht. Vor allem bei den Maiandachten wird sie eine wesentliche Rolle spielen.
Kompositionen. Die neue Orgel soll ein Impuls für die zeitgenössische Musik sein. Es wurden zehn Kompositionsaufträge unter anderen an Ton(c) Feinig und Karen Asatrian vergeben.

Selbst wenn nach vier Wochen jede der insgesamt rund 2000 Pfeifen am richtigen Platz ist, wird die Orgel noch lange nicht zu hören sein. Denn nach dieser technischen Phase muss noch die klangliche Abstimmung, die sogenannte Intonation, erfolgen. „Das wird etwa acht Wochen in Anspruch nehmen“, schätzt Kuchling.

BETTINA AUER

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