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NACHRUF

Große Trauer um Gemeinderätin Sieglinde Trannacher

Nach langer, schwerer Krankheit ist die Klagenfurter SPÖ-Gemeinderätin Sieglinde Trannacher (53) am Mittwoch gestorben. Sie hat sich vor allem für sozial Schwächere stark gemacht.

Sieglinde Trannacher starb nur wenige Wochen vor ihrem 54. Geburtstag
Sieglinde Trannacher starb nur wenige Wochen vor ihrem 54. Geburtstag © Markus Traussnig
 

Sieglinde Trannacher war eine Frau, die sich besonders für die Schwachen stark gemacht hat. Am Mittwoch, wenige Wochen vor ihrem 54. Geburtstag, hat die engagierte Klagenfurter Gemeinderätin den lang Kampf gegen eine schwere Krankheit verloren.

Tief betroffen über das Ableben der SPÖ-Gemeinderätin zeigt sich SPÖ-Klubobmann und Sozialreferent Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler: „Klagenfurt verliert eine große Tochter, die sich vor allem für die sozial Schwächeren stark gemacht hat. Ihr Tod trifft uns sehr. Sie war eine äußerst kompetente, starke Frau mit einem großen Herz.“

Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ): "Sie war eine starke Persönlichkeit, mit hohem sozialen Engagement und eine engagierte Vertreterin der Erinnerungskultur. Sieglinde Trannacher war hochsensibel, wenn es um Ungerechtigkeit und Benachteiligung von Menschen ging, sie hat sich mit all ihrer Kraft und aus ganzem Herzen für Menschen in Not eingesetzt."

Mit ganzer Kraft

Trannacher begann ihre politische Karriere als Studienvertreterin an der Alpen Adria-Universität Klagenfurt. Sie war seit 2003 Gemeinderätin und wurde im selben Jahr Vorsitzende der Kärntner SPÖ-Frauen, wo sie sich mit ganzer Kraft für armutsgefährdete Kärntnerinnen einsetzte. Von 2004 bis 2009 war sie Landtagsabgeordnete. Die Akademikerin engagierte sich für Fairness, Gerechtigkeit und Zusammenhalt und kümmerte sich in der Volkshilfe um Delogierte und Behinderte.

Klagenfurt verliert eine große Tochter, die sich vor allem für die sozial Schwächeren stark gemacht hat. 

Jürgen Pfeiler, Vizebürgermeister (SPÖ)
Auch im Sportbereich war die 53-jährige Klagenfurterin sehr aktiv. Sie war lange Zeit Präsidentin des ASKÖ Wölfnitz, später Mitglied des Vorstands im ASK und wurde schließlich stellvertretende Obfrau der 1. Klasse-Mannschaften im Kärntner Fußballverband, dem höchsten Fußball-Gremium des Landes.

Auch im Bereich Erinnerungskultur war Trannacher engagiert: ob Österreichisch-Israelische Gesellschaft oder „Memorial Kärnten/Koroska“, Beirat für Denk- und Erinnerungskultur, Trannacher war stets eine unermüdliche Kämpferin um die Aufarbeitung und gegen das Vergessen der Nazi-Vergangenheit in Klagenfurt und Kärnten. Als profunde Kennerin der Geschichte der ehemaligen jüdischen Gemeinde in Klagenfurt war es ihr ein besonderes Anliegen, durch die Verlegung der „Stolpersteine“ an jüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen, die in der Nazi-Zeit in Konzentrationslagern ermordet worden sind, zu erinnern.

Gedanken bei der Familie

Nach einem Zerwürfnis mit der Partei kam Trannacher Anfang des Jahres wieder zurück in die Arme der Klagenfurter Sozialdemokratie. Als SPÖ-Gemeinderätin war sie Vorsitzende des Sozialausschusses und Mitglied des Kontrollausschusses. „Ihr Einsatz für soziale Gerechtigkeit war geprägt von Klarheit und Standhaftigkeit in den Grundsätzen der Demokratie und der Menschenrechte. Wir werden ihr stets ein würdiges Andenken bewahren. Unsere Gedanken in dieser traurigen Zeit sind bei ihrer Familie!“ sagt Pfeiler.

Großes Herz und offenes Ohr

Vizebürgermeister Christian Scheider (FPÖ) ist tief betroffen. „So wie man sich eine Mandatarin vorstellt, so war Sieglinde. Für Sie gab es keine Parteigrenzen,
einzig das Wohl der Stadt und vor allem die Bedürfnisse der Schwachen unserer Gesellschaft standen stets im Vordergrund Ihrer Arbeit. Mit Ihrem Ableben hat Klagenfurt nicht nur eine engagierte Gemeinderätin, sondern auch einen besonders guten Menschen verloren“, sagt
Scheider.

So wie man sich eine Mandatarin vorstellt, so war Sieglinde. 

Christian Scheider, Vizebürgermeister (FPÖ)
Bekannt und gleichermaßen beliebt war Trannacher für ihr profundes Wissen und Ihre Argumentationsstärke, vor allem aber für ihr großes Herz und ihr immer offenes Ohr für die Anliegen der Menschen. „Vieles in Klagenfurt, vor allem die Projekte im sozialen Bereich, trägt Ihre Handschrift. Es war mir stets eine große Freude mit Sieglinde zusammenzuarbeiten. Auch die Kooperation mit
Partnerstädten, speziell mit Dachau und die Projekte zur Erinnerungskultur waren durch ihr stetes Engagement besonders fruchtbar“.

"Großartige Frau"

Betroffen reagiert auch der Grüne-Gemeinderatsklub. "Unser aufrichtiges Beileid sowie unser tiefstes Mitgefühl gelten ihrer Familie, ihren FreundInnen und allen politischen WeggefährtInnen", so Clubobfrau Margit Motschiunig. "Sie war eine großartige Frau und Politikerin, die sich durch ihr soziales Engagement und ihre kompetente, menschliche Art ausgezeichnet hat. Im Klagenfurter Gemeinderat wird sie eine große Lücke hinterlassen", sagt Stadtrat Frank Frey.

Sie war eine großartige Frau und Politikerin, die sich durch ihr soziales Engagement und ihre kompetente, menschliche Art ausgezeichnet hat.  

Frank Frey, Stadtrat (Grünen)
„Sieglinde Trannacher hat stets klare Positionen bezogen, ihre brillante Rhetorik und wertschätzende Art waren einzigartig. Wir werden sie sehr vermissen“, sagt Motschiunig. 

"Unermüdliche Kämpferin"

„Mit großer Betroffenheit haben wir heute vom Ableben unserer geschätzten Kollegin im Gemeinderat, Sieglinde Trannacher, erfahren. Sie war eine unermüdliche Kämpferin für die sozialen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger und eine kompetente und verlässliche Ansprechpartnerin. Ihre präzise auf den Punkt gebrachten Reden und ihr Engagement in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen werden uns fehlen. Trannacher hinterlässt eine Lücke in der Klagenfurter Stadtpolitik. Unser aufrichtiges Beileid der Familie“, erklärt ÖVP-Klubobmann Markus Geiger.

Sie war eine unermüdliche Kämpferin für die sozialen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger und eine kompetente und verlässliche Ansprechpartnerin. 

Markus Geiger, ÖVP-Klubchef
Trauer im Land

Auch bei Landesrat Rolf Holub (Grünen) und Grünen-Klubobfrau Barbara Lesjak herrscht tiefe Betroffenheit über das Ableben von Trannacher. „Unser Mitgefühl gilt in dieser schweren Stunde ihrer Familie, ihren vielen Freundinnen und Freunden sowie Bekannten. Mit Sieglinde Trannacher verbindet mich eine jahrelange, politische Zusammenarbeit im Kärntner Landtag, die stets von gegenseitiger Wertschätzung geprägt war. Ihr wertvolles Wirken im Sozialbereich wird Kärnten fehlen“, sagt Holub.

"Sieglinde Trannacher war eine großartige Politikerin und eine exzellente Rhetorikerin. Ihre Aufrichtigkeit und Geradlinigkeit waren einzigartig", ergänzt Lesjak.