Ein echtes Moosburger Original schloss vor wenigen Tagen seine Augen. Josef „Pepe“ Jaritz verstarb am 25. März im beachtlichen Alter von 103 Jahren. Jaritz, besser bekannt unter seinem Spitznamen „Kreuzjakl Pepe“, durfte auf ein langes und vor allem ereignisreiches Leben zurückblicken.
Jahrelang bewirtete Jaritz, der am 30. Mai seinen 104. Geburtstag gefeiert hätte, seine Gäste in seinem Gasthaus „Kreuzjakl“ im Osten von Moosburg. Gemeinsam mit Frau Steffi und Tochter Annelie betrieb Jaritz jahrzehntelang das Gasthaus in der Ratzenegger Straße, das weit über die Moosburger Grenzen bekannt ist. Bereits zu Jaritz Geburt stand testamentarisch fest, dass er das Gasthaus an seinem 23. Geburtstag überschrieben bekommt, berichtete „Moosburg aktuell“ im Jahr 2015. „Auf der alten Naturkegelbahn wurde so mancher Besitz verspielt und der Tanzboden hat bei flotter Musik sicher viele Paare zusammengebracht“, heißt es im Gemeindemagazin der ÖVP. Alle Gesellschaftsschichten, vom Arbeiter bis zum Manager, waren bei Jaritz willkommen.
Josef „Pepe“ Jaritz rückte in den Krieg ein
Der Wirt erlebte aber auch unschöne Zeiten. Im Juni 1941 rückte Jaritz im Alter von 20 Jahren in den Zweiten Weltkrieg ein. Zunächst ging es nach Augsburg, dann weiter nach Pilsen und Frankreich bis Stalingrad, wo seine Einheit die deutsche Luftwaffe unterstützte und für die Erkennung der russischen Flugzeuge verantwortlich war. Erst im Oktober 1945 kehrte Jaritz wieder unversehrt nach Moosburg zurück.
„Es ist immer wieder schön, unseren Pepe zu treffen“, sagte Bürgermeister Herbert Gaggl (ÖVP) noch im Juni 2024, als er Jaritz zu seinem 103. Geburtstag gratulierte. Nun muss eine ganze Gemeinde schweren Herzens Abschied vom legendären „Kreuzjakl Pepe“ nehmen.
Die Betstunde findet am Freitag, dem 4. April, um 18 Uhr in der Aufbahrungshalle Moosburg statt. Am 5. April wird Jaritz um 11 Uhr am Friedhof Moosburg beigesetzt.