Lange war unklar, ob der traditionelle Ostermarkt in Klagenfurt heuer stattfinden darf. Die laufende Zwölftelregelung macht außerplanmäßige Ausgaben im Grunde unmöglich, jeder ausgegebene Cent wird genau unter die Lupe genommen. Am heutigen Dienstag, 28. Jänner, gab der Stadtsenat aber grünes Licht für die Durchführung des Markts.
Stand jetzt würde der Markt einen Abgang von 5000 Euro verzeichnen. Marktkoordinatorin Martina Derhaschnig legte im Stadtsenat jedoch weitere Einsparungspotenziale vor. Der Blumenschmuck alleine kostete in der Vergangenheit 15.000 Euro, die WC-Anlage 3000 Euro. In Kombination mit Einsparungen beim Eröffnungsprogramm und Bewerbung soll der Markt am Ende kostenneutral stattfinden – deshalb beschloss der Senat einstimmig den Antrag zur Durchführung von Bürgermeister und Marktreferent Christian Scheider (Liste Scheider). Eines der größten Osterneste der Welt steht somit auch heuer wieder am Neuen Platz.
„Dem Markt liegt auch die Marktordnung aus dem Jahr 2020 zugrunde. Der Ostermarkt muss somit stattfinden“, sagt Scheiders Büroleiter Patrick Jonke. Vizebürgermeister Ronald Rabitsch (SPÖ) vertraut auf das Versprechen hinsichtlich der Kostenneutralität. „Nur deshalb haben wir auch zugestimmt“, sagt der Vizebürgermeister. Von 3. bis 19. April geht der Markt über die Bühne.
Faschingsparty in der Kritik
Kritischer sieht die SPÖ die ebenfalls von Scheider geplante Faschingsparty am Faschingsdienstag. Weil der große Waidmannsdorfer Umzug wieder ausfällt, stellen Stadt und „Dobesch Event“ eine Veranstaltung am Pfarrplatz auf. Die SPÖ, die das Finanzreferat über hat, erfuhr aus den Medien von der Party. „Jede Leistung muss eigentlich im Stadtsenat beschlossen werden“, sagt Rabitsch. Jonke kündigte an, dass die Veranstaltung der Stadt keine Kosten verursacht.
Zur Faschingsparty
Beschlüsse für Klimaprojekte und Maria-Tusch-Preis
Ebenfalls im Stadtsenat beschlossen wurden auf Antrag von Klimaschutzreferent Alexander Kastner (Liste Scheider) die Unterzeichnung von Klimaschutzverträgen mit der Universität Klagenfurt und der HTL Lastenstraße sowie Durchführung der EU-Klimaprojekte „ECO-Transit“ und „AQUA“ (Advanced Quality Monitoring Platform for Water Ecosystems).
2025 wird auch der Maria-Tusch-Preis vergeben. Der Preis, bei dem Personen für herausragende Aktivitäten für Frauen, Mädchen und Geschlechtergleichstellung geehrt werden, ist mit 3000 Euro dotiert. Dafür fand die zuständige Stadträtin Constance Mochar (SPÖ) einen Sponsor, am 7. März kann der Preis somit vergeben werden.