Mit einem Fest ist am Samstag die Zugänglichkeit zu einem Relikt der Eiszeit - dem so genannten Meerauge - im Bodental (Bezirk Klagenfurt) begangen worden. Der früher schwer zugängliche, sagenumwobene kleine See beeindruckt mit seinem durch Algen hervorgerufenen, türkisfarbenen Wasser und ist ab sofort über einen Lärchensteg, der auch für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet ist, erreichbar.

Fantastisch. Bei dem Naturdenkmal handelt es sich um ein so genanntes Toteisloch, das nach dem Rückzuges eines Gletschers übrig blieb. Das kleine Stehgewässer regte unter anderem wegen immer wieder aufsteigender Luftblasen die Fantasie der einheimischen Bevölkerung an. Im Volksmund heißt es, dass Meerauge sei unterirdisch mit anderen Gewässern, ja sogar mit dem Meer verbunden.

Mysteriös. Während einer Heuernte soll einmal ein voll beladenes Ochsengespann in das Meerauge gestürzt und versunken sein. Mehrere Wochen später soll man das Joch des Gespanns auf der anderen Seite der Karawanken im Veldeser See/Blejsko jezero in Slowenien schwimmend gefunden haben.

Ganzjahres-Angebot. "Durch unser Projekt ist eine unumschränkten Besuchsmöglichkeit rund um das Meerauge gelungen und ein erlebnisorientiertes Ganzjahres-Angebotes im Boden- und Loibltal geschaffen worden", sagte Martina Kanzian, Geschäftsführerin der Carnica Region Rosental gegenüber der APA. Die Kosten des Steges wurden über das Interreg IIIA Projekt "Regionen Aktiv" kofinanziert.

Intakte Natur. Die Attraktivität des Boden- und Loibltales - beides Seitentäler des Rosentales - beruhten ganz wesentlich auf einer noch intakten Natur- und Kulturlandschaft sowie auf vorhandenen Schutzgebieten, erklärte Kanzian.