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Kärntner in NotEin Danke für Lichtstrahl in schwerer Not

1.238.428,51 Euro wurden im Sog der „Kärntner in Not“-Weihnachtsaktion 2019 gespendet, so viel wie noch nie zuvor. Als hätte die Leserfamilie der Kleinen Zeitung geahnt, wie viel Armut mit Corona auf uns zukommt.

Die Kinder des Kindergartens Tainach haben für das Restaurant Sicher „Kaviarkugeln“ gestaltet. Durch die Aktion gingen 900 Euro an „Kärntner in Not“ © KK
 

Als Alleinlebende komme ich, vor allem wenn ich Hilfe brauche, die man nicht gratis bekommt, in schwierige Situationen – auch wenn es mir sonst gut geht – Was soll ich zu dieser unglaublichen Geschichte sagen: Natürlich Danke, vielmals Danke!“, schreibt die Witwe, der das „Kärntner in Not“-Team eine Brennholzlieferung organisiert hat, nachdem ihre Vorräte kurz nach dem „Shutdown“ vor vier Wochen aufgebraucht waren.

Möglich machen das Menschen wie dieser: „Es gibt sicher jemanden, der diese kleine Unterstützung gebrauchen kann“, schrieb ein Spender auf seinen Zahlschein. Seine Worte drücken aus, wie viel Menschlichkeit „Kärntner in Not“ mobilisiert: füreinander da sein, teilen, die Hand reichen. Und spenden – im Zuge der Weihnachtsaktion 2019/20 mit dem Nachlauf bis heute unglaubliche 1,2 Millionen Euro.

Corona ist jetzt häufig Zweckwidmung auf den Spendenbelegen, 10.000 Euro hat kürzlich allein ein Spender überwiesen. 130.000 Euro waren es bisher insgesamt. „Kärntner in Not“ ist beeindruckt und dankbar, denn die Auswirkungen der Krise werden sicher einen langen, wenn nicht Jahre andauernden Nachhall haben. Corona stößt Familien mit plötzlich geringerem Haushaltsbudgets, eine Unzahl von Einzelunternehmern, die von einem auf den anderen Tag nicht mehr tätig sein dürfen, und unzählige andere in ähnlich prekären Situationen finanziell in den Abgrund.
Durch den Spendenrekord können wir noch mehr Menschen, die sich an „Kärntner in Not“ wenden, schnell, zielführend und nachhaltig unterstützen. Jährlich erreichen den Verein rund 1000 Anträge. Dass die Zahl steigen wird, ist vorauszusehen. 201.767,57 Euro wurden in nur drei Monaten bereits an Hilfestellungen ausbezahlt.

Jene fünf Familien, für die bei der Weihnachtsaktion explizit um Spenden gebeten wurde, haben große Erleichterungen erfahren. Teure, nicht durch Kassenbeiträge gedeckte Hilfsmittel für die Pflege behinderter Kinder wurden angeschafft. Im Fall einer jungen Witwe und Mutter wurden Altlasten getilgt, damit der Blick in die Zukunft hoffnungsfroher sein kann. Die schwer gehbehinderte Mutter hat die Sicherheit, die nächsten Jahre ohne Angst, dass das Geld bis zum Monatsende nicht reicht, durchzukommen.

Wo leistet „Kärntner in Not“ überwiegend Unterstützung? In Armutsfällen durch Sofortzahlungen und durch Lebensmittelgutscheine (30.000 Euro hat „Kärntner in Not“ seit 16. März dafür eingesetzt). Mietzahlungen und Unterstützungen bei Kautionen sind der anteilsmäßig größte Bereich, in dem Hilfe bereitgestellt wird, wobei auch Energiekosten oft Grund für Notfälle sind. Wichtiger Bereich sind auch Schicksalsschläge durch Krankheit, Behinderung, Verlust von Angehörigen sowie Hilfe nach Naturkatastrophen.
Die Corona-Pandemie verstärkt die Probleme auf allen Ebenen. Ein herzliches Danke an alle Spender, die „Kärntner in Not“ seit fast 20 Jahren unterstützen. Und erlauben Sie uns die Bitte, dass Sie uns auch bei der Bekämpfung der Not im Zuge von Corona beistehen.

Not kennt viele Gesichter

Die Armutsgefährdung konnte in Kärnten in den letzten Jahren unter den österreichischen Schnitt gesenkt werden. Das ist eine statistische Größe. Dahinter stehen Familien, Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, Alleinerziehende, behinderte oder kranke Menschen aller Altersgruppen. Zunehmend stürzen die Unwetter-Katastrophen quer durch Kärnten viele Menschen in Notlagen. Seit 20 Jahren ermöglicht die Spendenbereitschaft unserer Leserschaft dem Verein „Kärntner in Not“, nachhaltige Hilfe zu leisten; mit maßgeblicher Unterstützung der BKS Bank. Wir als Kleine Zeitung garantieren für den sorgsamen Umgang und die zweckgewidmete Verwendung des Spendengeldes. Und wir sagen herzlich Danke!

Antonia Gössinger, Chefredakteurin und Obfrau des Vereins „Kärntner in Not“

Hilfe für besondere Schicksale

Wie wichtig es ist, soziale Verantwortung zu übernehmen, wird gerade in diesen Tagen deutlich. Die Corona-Pandemie zeigt uns, wie verletzlich wir sind, aber auch, wie handlungsstark. In kürzester Zeit wurden zahlreiche Hilfspakete geschnürt, Nachbarschaftshilfen ins Leben gerufen und notwendige Schritte im Gesundheits- und Wirtschaftssystem zügig umgesetzt. Trotzdem gibt es Schicksale, für die das nicht reicht. Genau dort wird „Kärntner in Not“ aktiv und hilft rasch und unbürokratisch. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Spendern bedanken, die, gerade jetzt, nach wie vor für andere da sind.

Herta Stockbauer, Vorstandsvorsitzende der BKS Bank

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