Für Niko* und seine Familie geht bald ein Traum in Erfüllung. "Wir können endlich gemeinsam ans Meer fahren", sagt Nikos Mutter. Vor knapp einem Jahr wurde Niko schwer krank. Wegen einer Meningokokken-B-Sepsis mussten dem damals Einjährigem beide Unterschenkel und mehrere Fingerkuppen amputiert werden. "Sein Leben hing an einem seidenen Faden", erzählen die Eltern. "Schon damals haben wir gesagt: Wenn Niko gesund wird, fahren wir ans Meer." Und so wird die Familie nun mit einem Wohnwagen nach Kroatien aufbrechen und campen.
Als die Kleine Zeitung Ende des Vorjahres über Niko berichtet hat, gab es viel Unterstützung für die Betroffenen. Mittlerweile ist Niko zwei Jahre alt und lernt gerade, mit seinen Prothesen zu gehen. "Er ist ein Kämpfer und hat fast immer ein Lächeln im Gesicht", sagen seine Eltern. Niko hat noch drei ältere Geschwister. Sein größter Bruder hat ebenfalls eine schwere Behinderung. Eine so schwere, dass er rund um die Uhr Betreuung braucht. Doch die Eltern jammern nicht: "Wir sind in unsere Familiensituation hineingewachsen und können gut damit umgehen. Wir sind stolz auf unsere Kinder, jedes einzelne ist etwas Besonderes."
*Name geändert