„Es war ein herausfordernder Einsatz, da wir eine zwei Kilometer lange Löschleitung legen mussten. Aber so kam das, was die Feuerwehren laufend üben, zum Tragen", erklärt der Bezirksfeuerwehrkommandant von Feldkirchen, Werner Puggl, wenn wenn er über den Brand am Wochenende in Gnesau spricht. Ein Stallgebäude brannte am Samstag bis auf die Grundmauern nieder.

„Gestern waren die Brandermittler vor Ort und haben sich ein Bild der Lage gemacht“, fügt Puggl an. 40 Rinder wurden vom Landwirt aus dem brennenden Gebäude gerettet. „Es gab hinten eine Tür, die geöffnet wurde, die Tiere sind gleich rausgelaufen. Am Hofareal gibt es ein weiteres Gebäude, da sind mittlerweile die Tiere untergebracht. Die Feuerwehr hat die Futterversorgung fürs erste sichergestellt“, erklärt Puggl.

Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder
Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder © BFK Feldkirchen

Brandermittler Markus Nessmann vom Landeskriminalamt geht von einem technischen Gebrechen aus: „Die Ermittlungen sind noch nicht ganz abgeschlossen, aber wir gehen davon aus, dass es keine Brandstiftung war, sondern ein technischer Defekt. Die Tagesdokumentation wurde aber noch nicht veröffentlicht.“

130 Feuerwehrmitglieder von sieben Feuerwehren standen im Einsatz. „Natürlich ist das keine leichte Zeit für den Landwirt. Was ich gehört habe, möchte er das Gebäude wieder errichten. Wir hatten Glück, das Wohnhaus, das etwas weiter entfernt vom Wirtschaftsgebäude ist, war wegen der günstigen Windrichtung nie in Gefahr. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte haben Vater und Sohn die ersten Löscharbeiten gemacht. Der Sohn ist ein Feuerwehrmann“, sagt der Bezirkskommandant.

40 Rinder wurden aus dem Gebäude gerettet
40 Rinder wurden aus dem Gebäude gerettet © KK/FF Patergassen

Es ist in diesem Jahr schon der zweite Großbrand in Gnesau. „Das ist der Lauf der Dinge. Oft passiert jahrelang nichts und dann gibt es Ereignisse, die überschlagen sich“, erklärt Puggl.