Pilze sind schwer verdaulich“, warnt Eva Winnicki, „sie peppen den Speiseplan auf.“ Als Hauptnahrungsmittel seien sie aber nicht zu empfehlen, „denn sie sind Mikroorganismen, die auch sehr viele Schadstoffe aufnehmen“. Auch die Nachwirkung des Reaktorunfalls von Tschernobyl sei nicht zu unterschätzen. Viele Schwammerln enthalten Cäsium.

Besonders tückisch ist die Gefahr der Verwechslung von essbaren mit Giftpilzen. „Grundsätzlich soll man sie in Körben sammeln“, rät die Fachfrau des Pilzmuseums: „Wer bei einer Sorte nicht sicher ist, sollte diese in einem Papiersackerl absondern.“ Ob Pilze giftig sind, erkenne man nicht an Farbe oder Geschmack. „Der grüne Knollenblätterpilz, der mit dem Wiesenchampignon verwechselt wird und dessen 14 Gifte die Leber zersetzen, schmeckt „nussig“.

Nicht mit Pilzbestimmungsbuch losziehen und Verwechslungen riskieren! Wer fürchtet, Giftpilze gegessen zu haben, sollte sofort ein Krankenhaus aufsuchen. Erbrochenes zur Bestimmung des Giftes mitnehmen.