Das Wort steckt zwar im Namen, aber das Bunkermuseum auf dem Wurzenpass ist weit davon entfernt, ein Museum im klassischen Sinn zu sein. Ein Besuch des Areals in fast 1000 Metern Seehöhe vermittelt, wie Betreiber Andreas Scherer verspricht, vielmehr "Zeitgeschichte live". Am 13. Mai ist die österreichweit einzigartige Einrichtung in die Saison 2023 gestartet.

Bei der bis 2002 streng geheimen Anlage an der Grenze zu Slowenien handelt es sich um ein Relikt aus dem Kalten Krieg im 20. Jahrhundert. Im Krisenfall hier stationierte Soldaten hätten einen Vorstoß aus dem Süden aufhalten beziehungsweise verzögern sollen. Die von Scherer – er war der letzte Kommandant – privat übernommenen unterirdischen Gänge und Räume sind die letzten dieser Art in Österreich. Alle anderen wurden gesprengt oder zubetoniert. Nur in zwei Fällen ist das 11.400 Quadratmeter große Freilichtmuseum, das sich als Mahnmal für den Frieden versteht, nicht authentisch einschüchternd: Die Panzer befördern jetzt Besucher und die "Kanone" ist mit Gulasch geladen. "Heuer gibt’s außerdem erstmals auch vegetarisches Chili", verrät Scherer.

Öffnungszeiten

Das Bunkermuseum hat von 1. Juli bis 10. September täglich geöffnet, vorher nur an Wochenenden sowie Feier- und Fenstertagen. Wenn der Parkplatz direkt an der Wurzenpass-Straße voll sein sollte, verkehrt ein kostenloser Shuttlebus vom Parkplatz beim Grenzübergang zum Museum.