Bei familiären Notfällen, die es Eltern unmöglich machen, ihrem Kind die notwendige Betreuung zu geben, springen Krisenpflegeeltern des Landes ein. Im Jahr sei das laut SPÖ-Sozialreferentin Beate Prettner rund 30-mal der Fall: "Es kann immer wieder vorkommen, dass eine Familie in eine Ausnahmesituation gerät und sich die Erziehungsberechtigten nicht in der Lage sehen, ihrem Kind ein liebevolles Zuhause zu geben. In Kärnten sind für solche Notfälle unsere Krisenpflegefamilien im Einsatz."

Bis zu acht Familien hat das Land Kärnten unter Vertrag. Aufgrund bevorstehender Pensionierungen werden nun aber dringend neue, empathische Familien, die für Kinder in Not da sein möchten, gesucht. Die Krisenpflegeeltern werden beim Pflegeelterndienst des Hermann-Gmeiner-Zentrums im SOS-Kinderdorf angestellt. Das Angebot wird zur Gänze vom Land Kärnten finanziert.

Sicherheit für Kinder

Primäres Ziel der Krisenpflegefamilien sei es, die Situation, in der sich die ihnen anvertrauten Kinder befinden, zu beruhigen und die Kleinen zwischen null und zehn Jahren zu stabilisieren. Im Vorjahr waren 30 Minderjährige in Krisenpflegefamilien untergebracht – mehr als die Hälfte konnte bereits wieder zur eigenen Familie zurückkehren. Aktuell befinden sich zehn Kinder in der Obhut von Krisenpflegeeltern.

Die Pflegeeltern werden für diese verantwortungsvolle Tätigkeit qualifiziert, ausgebildet und entsprechend entlohnt (monatlich zwischen 738,30 und 894,90 Euro; plus Aufwandsentschädigung pro Kind und pro Tag/Monat von 62 Euro/1860 Euro).

Familien, die Interesse haben, als Krisenpflegeeltern tätig zu werden, melden sich im Amt der Kärntner Landesregierung unter abt4.kjh@ktn.gv.at oder beim SOS-Kinderdorf bei Christoph Schneidgruber unter christoph.schneidergruber@sos-kinderdorf.at