Trotz korrekter Vorhersage der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg), dass am Dienstag der Winter in weiten Teilen Kärntens und in Osttirol Einzug halten wird, waren offenbar – wie jedes Jahr – nicht alle für die winterliche Situation auf den Straßen gerüstet.

So musste etwa die Freiwillige Feuerwehr Miklauzhof gleich zweimal auf der Rosental Straße (B 85) Autos sichern, bevor sie komplett die Böschung hinunterrutschten.

Die Freiwillige Feuerwehr Maria Rain half einem Kärntner-Linien-Bus auf der Göltschacher Landesstraße wieder in die Spur. Laut Polizei gab es bei dem Zwischenfall keine Verletzten.

Auf der Radsberger Landesstraße (L 100c) verlor ein Lkw-Lenker (30) gegen 16.35 Uhr auf der schneebedeckten Fahrbahn in Ebenthal die Kontrolle über seinen Brummi. Er kam ins Rutschen und prallte frontal gegen das entgegen kommende Auto eines Klagenfurters (68). Wie schwer dieser verletzt wurde, war laut Polizei nicht klar. Die Rettung brachte ihn in das Unfallkrankenhaus Klagenfurt.

Die Hauptfeuerwache Villach wurde gegen 17.30 Uhr zu einer Pkw-Bergung auf die Bleiberger Landesstraße in Villach-Heiligengeist alarmiert. Der Transporter war im dichten Schneetreiben von einem Pkw gestreift worden. Dadurch kam der Transporter von der Fahrbahn ab und stürzte in den Straßengraben. Der Lenker des Transporters blieb unverletzt. Da das Fahrzeug abzurutschen drohte, wurde die FF Fellach nachalarmiert und die Straße in der Folge abgesperrt.

Schneefahrbahn in Maria Rain
Schneefahrbahn in Maria Rain
© Claudia Beer-Odebrecht

Ansonsten dürfte der erste Wintereinbruch bis in die Täler aber glimpflich über die Bühne gegangen sein. Die Landesalarm- und Warnzentrale bestätigt auf Nachfrage, dass es lediglich "ein paar hängengebliebene Autos gab, die fremde Hilfe benötigten und ganz vereinzelt Bäume unter der Schneelast zusammengebrochen sind".

Diverse Behinderungen auf den Straßen

In den Abendstunden waren laut Antenne Kärnten aber so manche Straßenabschnitte aufgrund der Wetterlage nur schwer passierbar.

Auf der Plöckenpass Straße (B110) blieb ein Lkw hängen und sorgte dafür, dass die Straße in beide Richtungen für Lkw gesperrt werden musste.

Auf der Gailtal Straße (B 111) stand am Gailtalzubringer ein Auto quer und der Verkehr musste wechselseitig vorbeigeleitet werden.

Auf der Millstätter Straße (B 98) kurz vor der Abzweigung nach Arriach montierte ein Lkw-Fahrer seine Schneeketten in einer unübersichtlichen Kurve und sorgte so für brenzlige Situationen.

Im Raum Hermagor auf der Gailtal Straße (B 111) und auch auf der Südautobahn (A 2) rund um Arnoldstein und im Bereich Knoten Villach sowie auf der Tauernautobahn (A 10), der Karawankenautobahn (A 11) und auf der Loiblpass Straße (B 91) zwischen Krischentheuer und Maria Rain herrschte Schneefahrbahn.

Winterliche Verhältnisse herrschten auch im Bereich Zedlitzdorf/Patergassen
Winterliche Verhältnisse herrschten auch im Bereich Zedlitzdorf/Patergassen
© Manfred Schusser

Schneekettenpflicht für alle Fahrzeuge galt und gilt am Nassfeld, am Pöckenpass, am Katschberg, am Loiblpass, auf der Weißensee Straße am Kreuzberg (B 87), auf der Turrach, auf der Flattnitz, am Falkert, am Klippitztörl, auf der Wöbringer Landesstraße zwischen Metnitz und Murau.

Schneefall lässt nach

Laut Zamg lässt der Schneefall im Laufe der ersten Nachthälfte aber schon wieder deutlich nach und hört nach Mitternacht von Westen her allmählich ganz auf. Nur in Unterkärnten kann es zum Teil auch in den Morgenstunden noch ein wenig schneien oder schneeregnen. Die Temperaturen sinken auf plus ein bis minus zwei Grad.