Er gehört nun zu den Top Ten der besten Jungköche der Welt. Christoph Guggi aus Ebenthal wurde bei der Berufsweltmeisterschaft "WorldSkills" in Luzern für seine hohe Punktezahl, die ihn nur knapp hinter die Sieger reihte, mit einer "Medaillon for Excellence" ausgezeichnet. Unter den 30 Nationen, die sich für die WM qualifiziert hatten, erzielte er den achten Platz. "Ich bin sehr zufrieden", sagt der Vize-Staatsmeister, der beim Bärenwirt von Haubenkoch Manuel Ressi in Hermagor arbeitet und die Lehre, die er mit Matura abschloss, im Mountain Resort Feuerberg absolviert hat.

Als Hauptgang musste er ein "Chicken Kiew", eine mit Butter gefüllte Hühnerbrust, kreativ veredeln. Das gelang ihm mit einer Kräuterfarce, für die er den Rest des Huhns ausgelöst und verkocht hatte. In Verbindung mit frischen Kräutern, Karfiolcreme und Butter ergab das eine köstliche Füllung für die Brust, die in Kräuterpanier heraus gebacken wurde. Eine der Beilagen war eine Frischkäsetarte mit Karfiol. Die unbekannten "Mystery"-Zutaten wie Bündner Fleisch und Schweizer Hartkäse baute der Spitzenjungkoch in die Vorspeise ein, während getrocknete Pilze und Birnen dem Linsen-Kichererbsen-Curry den richtigen Pfiff gaben.

Den Siegern auf den Fersen

Während des viertägigen Wettbewerbs hätte er sich jeden Tag an eine neue Küche und neue Geräte gewöhnen müssen, erzählt der einzige Kärntner Vertreter bei den WorldSkills, die heuer in 15 verschiedenen Ländern stattfinden.

Guggi (rechts) mit seinem Trainer und WorldSkills-Experten Alexander Forbes
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Höchste Punktezahl bei den Bewerben ist 1000, was allerdings noch nie ein Teilnehmer erreicht hat. Meist werden etwa 750 bis 850 Punkte mit einer Goldmedaille belohnt. Bei den Kochbewerben lieferten sich die ersten drei ein Kopf-an-Kopf-Rennen und landeten schließlich alle drei mit je 735 Punkten auf dem ersten Platz, zur Freude von Kanada, Portugal und Frankreich. Guggi lag nur 21 Punkte hinter den Siegern und ist zu Recht stolz auf die "Medaillon for Excellence".

"Ich bin sehr zufrieden" ist die Bilanz von Spitzenjungkoch Christoph Guggi
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"Christoph Guggi hat in einem der am stärksten umkämpften Bewerbe der Berufsweltmeisterschaften die österreichische Kompetenz und das Feuer für Gastronomie in die Welt getragen", lobt Josef Herk, Präsident von Skills Austria. Josef Petritsch, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Kärnten, freut sich: "Mit dieser einzigartigen Leistung steht dem Gugggi eine Top-Karriere in der heimischen wie internationalen Tourismuswirtschaft bevor. Unsere Branche braucht derartige herausragende Erfolge, um Jugendlichen zu zeigen, dass durch Leistung, verbunden mit einer guten Ausbildung, tolle Karrieren möglich sind."  

Guggi will sich beim Bärenwirt weiterentwickeln und später einmal ein eigenes Restaurant mit typischer Note eröffnen.