Nur sieben Artikel hat es gebraucht, um Österreichs gewaltigstes Naturschutz-Vorhaben auf den Weg zu bringen. Die Verfasser wie die Unterzeichner der „Heiligenbluter Vereinbarung“ heute vor 50 Jahren – die Landeshauptmänner von Kärnten, Salzburg und Tirol – waren keine Freunde überflüssiger Worte. Trotz seiner Kürze fixiert der Text Großes und Kleines. Etwa bei den „Zielsetzungen“: die Schönheit des Gebietes sowie die Tier- und Pflanzenwelt erhalten; möglichst viele Menschen die dortige Natur erleben lassen; bei Schutz und Erschließung des Nationalparks Wissenschaft, Volkswirtschaft und Urlauber berücksichtigen. Fast erheiternd ist die Detailgenauigkeit in Artikel 2, Abs. 3: Der Nationalpark muss durch einheitliche Tafeln kenntlich gemacht werden und „die vertragschließenden Länder werden für ihre Anbringung sorgen“.
50 Jahre Nationalpark Hohe Tauern
"Wir werden lernen müssen, mit Wölfen umzugehen"
Heute vor einem halben Jahrhundert fixierten die Landeshauptleute von Kärnten, Salzburg und Tirol den „Nationalpark Hohe Tauern“. Bis zur Geburtsstunde dauerte es allerdings weitere zehn Jahren.
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