Angespannte Situation in SpitälernÄrzte sprechen Klartext: Ungeimpfte "sind wie Raser"

"Stufe zwei" bedeutet, dass 40 Intensiv- und 230 Normalbetten für Corona-Erkrankungen reserviert werden müssen. Laut Experten ist die Lage angespannt.

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18 Kärntner werden aktuell intensivmedizinisch betreut
18 Kärntner werden aktuell intensivmedizinisch betreut © (c) APA/SALK (UNBEKANNT)
 

63 Patienten sind aktuell in Kärnten hospitalisiert, 18 davon auf Intensivstationen. Und wieder ist ein Todesfall zu beklagen - damit klettert die Zahl der an oder mit Corona verstorbenen Kärntner auf 850. Noch ist in den Krankenhäusern Phase eins in Kraft, werden 20 Intensivbetten und 132 Normalbetten für Covid-Patienten vorgehalten. "Aber die Lage ist über Monate intensiv und angespannt. Die Belastung steigt von Tag zu Tag", sagt Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ). Man bereite sich auf alle Stufen bis hin zum "Worst Case" vor, bei dem der Routinebetrieb lahmgelegt sei, hoffe aber natürlich, dass dieser nicht eintrete. In Stufe fünf würden Corona-Kranke ein Drittel der 2720 Betten in elf Spitälern belegen.

Kommentare (11)
helmutmayr
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Jeder

hat die Chance sich Impfen zu lassen. Ausser medizinische Gründe oder das Alter spricht dagegen. Das Risiko sollte jeder selbst tragen. Wenn kein Bett frei, dann eben Pech gehabt. Solange wir die Impfverweigerer hofieren wird es mit dem Ende der Pandemie nichts werden.

mahue
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Manfred Hütter: Diskussion über Intensivbetten

Konnte mich erinnern, vor nicht all zu langer Zeit noch vor Corona, eine Forderung gewisser Politiker Spitalskosten für die öffentliche Hand senken, weil wir haben "zu viele" Intensivbetten. Jetzt jammern die gleichen Leute (meist Impfskeptiker) es werden für Corona-Fälle Intensivbetten freigehalten und Operationen mit logisch notwendig nachfolgendem Aufenthalt in der Intensivstation aufgeschoben. Zusätzlich ist zu bedenken, dass sich viele mit Auto und in der Freizeit unvernünftig verhalten und Unfälle bauen und haben, auch für solche Akutpatienten muss eine Intensivbehandlung möglich sein. Dann kommt noch eine Gruppe dazu, die durch einen Herz-Schlaganfall oder anderer akut auftretenden körperlicher Erkrankung auch diese Intensivbehandlung brauchen.
Das geringste Übel ist einzusehen, nur die Impfung bewahrt mich vor der Intensivstation, damit rette ich aber andere Mitbürger durch freie Betten, die diese Behandlung notwendiger brauchen.

STEG
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Wie wäre es mit Impfen,

statt Bettenerhöhung in den Intensivabteilungen zu fordern! Kostet für 3 Teilimpfungen ca. 60€ /Person und wirkt zu 90%, wogegen die Intensivanteilung jeder 3. auf der Bahre verlässt. Kosten pro Tag 2000€/ Person.

mtttt
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Braucht man eine Regierung

zum Bekämpfen der eigenen Verbohrtheit ? Kärnten folgt dem Kickl. Impfrate schlecht, also mit solchen Folgen muss man eben leben. Muss man eben triagieren, ungeimpfter Intensivpatient muss Nachrang haben gegen sonstige Akutfälle.

zafira5
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Intensivbetten und Personal

Frau Prettner und auch an unsere Möchtegern Bundesregierung:

Was ist aus den zugesagten Erhöhungen von 'Intensivbetten und
das geeignete Pflegepersonal geworden?

Wieder einmal eine der vielen Seifenblasen die von der
Bundesregierung versprochen wurden.

Aber besser ist es den Bürgermeistern 17,6 % Gehaltserhöhung
zu geben als in den Intensivbreich zu investieren,

Schämen Sie sich Frau Prettner und
die Bundesregierung ist sowieso für den A...H

leonlele
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Schlechte Prognose

Bis zu einem Drittel der Intensivpatienten verlassen die Intensivstation auf der Bahre. Desto mehr Intensivbetten, desto mehr Tote.

rb0319
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Intensivbetten und Pflegepersonal

Intensivbetten lassen sich relativ rash organisieren, Pflegepersonal ausbilden dauert Jahre (= Studium)

aidialc38
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rb0319

Seit wann studiert ein Pflegepersonal?

demitigo
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findet man alles auf Seiten der AK/FHs/usw. - aber hier meine Zusammenfassung:

2016 wurde beschlossen, dass auch die DGKPs statt in der Akademie (Dauer: 3 Jahre) auf Fachhochschulen (wie auch schon der medizinisch-technische Dienst seit über 10 Jahren) ausgebildet werden und mit einem BSc in Health Studies abschließen (Dauer: 6 Semester/3 Jahre). Aktuell laufen beide Ausbildungssysteme parallel, ab 2023/24 soll der Einstieg aber nur noch per FH-Studiengang möglich sein.

Daneben gibt es Pflege(fach)assistenten, die keine Matura benötigen und in 1-3 Jahren (je nachdem, ob Ausbildung in Teilzeit/Vollzeit/mit oder ohne Fachausbildung) fertig ausgebildet sind.

Für die Intensivpflege MUSS man aber DGKP sein und der entsprechende Weiterbildungslehrgang dauert wieder mind. 8 Monate bzw. 2 Semester.

sakh2000
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Es dauert schon einige Zeit Pflegepersonal auszubilden,

unterschiedlich wo es zum Einsatz kommt (Pflegedienst, Normalstation, Intensivstation). Wenn man ein wenig recherchiert findet man Ausbildungen für Intensivstationen von 600 Stunden bis zu 2 Semestern aufbauend auf entsprechende Vorausbildungen im Pflegebereich. Nur, es müssen auch genügend Bewerber vorhanden sein! Es ist nicht so einfach "Pflegepersonal zu erhöhen" wenn sich niemand dafür interessiert?

Fuxx04
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Da kann jemand nicht Ampel

Grün=alles unter Kontrolle, Gelb=Vorsicht ist geboten, Gegenmaßnahmen müssen sorgsam eingeleitet werden, Rot=Sofortmaßnahmen sind nötig.

19= Grün und nicht angespannt!