Kärntner Bauern verärgert"Aktion scharf" gegen Traktor und Co: Was halten Sie davon?

Eine geplante "Aktion scharf" der Kärntner Polizei, die nun verstärkt landwirtschaftliche Fahrzeuge kontrollieren will, sorgt für Diskussionen. Was halten Sie davon? Ist das nötig oder ungerecht? Stimmen Sie ab!

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Immer größer werdende Erntemaschinen würden für gefährliche Situationen auf den Straßen sorgen, sagt die Polizei. Die Kärntner Landwirtschaftskammer hält nichts von den Schwerpunktkontrollen (Symbolfoto)
Immer größer werdende Erntemaschinen würden für gefährliche Situationen auf den Straßen sorgen, sagt die Polizei. Die Kärntner Landwirtschaftskammer hält nichts von den Schwerpunktkontrollen (Symbolfoto) © APA/Helmut Fohringer
 

Am Montag sorgte eine Ankündigung der Kärntner Polizei für Aufregung unter Bauernvertretern: Diese will nun verstärkt landwirtschaftliche Fahrzeuge kontrollieren. Laut Hanspeter Mailänder, stellvertretender Kommandant in der Verkehrsabteilung der Landespolizeidirektion, würden die immer größer und schwerer werdenden Traktoren mit schweren Anhängern und selbstfahrende Erntemaschinen zu gefährlichen Situationen führen. Auch durch Ackererde verunreinigte Straßenbeläge würden ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Kommentare (13)
Ogolius
13
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Nun -

man sollte bedenken, dass das Giebelkreuz das Maß aller Dinge ist …. und das ist „dunkelbunt“. Alleine, dass daran gedacht wird, die Landwirtschaft etwaigen Kontrollen zukommen zu lassen, ist in Österreich sehr mutig! Da ist längst hoher Bedarf, denn spätestens seit Minister Josef Pröll hat diese Kaste Narrenfreiheit. Ob Rodungen (jedem Baum sein eigener Forstweg) mit „Müllentsorgung“ im Wald oder Auswaschen der Mistwassertanks im Flüssen und Bächen (zuletzt mit Fischsterben in der Raab - übrigens nicht nachweisbar)… von Glyphosaten gar nicht zu reden …

leonlele
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Tatsache ist das die Traktoren viel breiter geworden sind

und mittlerweile doppelt so schnell. Und die Chauffeure teilweise ihr Fahrverhalten nicht an die Verhältnisse anpassen. Der Kostendruck durch die teuren Maschinen wird teilweise zu Blei auf den Gaspedalen

joektn
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Nicht zu vergessen

Mit solchen Geräten darf man ab 16 (!) bereits unterwegs sein.

zeus9020
2
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VÖLLIG KORREKT!

Es wäre bedenklich und strafrechtlich relevant, wenn auch typischer Weise von der Politik offenbar negiert, dass landwirtschaftliches Gerät nicht kontrolliert würde... man nennt dies ganz primitiv "Gleichbehandlung" und diese wäre gerade in diesem Bereich schon längst einzufordern! DANKE der POLIZEI ! 👌

CWM61
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Drängler und Raser

Sehr geehrter Herr Huber!

Ihre Aussage ist mehr als bedenklich. Denn ich lebe am Land benutze kleine Straßen um zur Arbeit und zurück zu kommen. In den der Erntezeit werden diese Straßen zum Beispiel von den Landwirten stark verschmutzt und anschließend nicht gereinigt. Das stellt für den restlichen Verkehr eine große Gefahr dar. Weiters werden heute riesengroße Anhänger verwendet um z. B. Silage vom Feld einbringen zu können. Das beschädigt mit Sicherheit die nicht dafür ausgelegten Nebenstraßen. Weiteres werden keine Geschwindigkeitsbegrenzungen eingehalten, nach dem Motto ich bin der größere stärkere wird auf den restlichen Verkehr (besonders Radfahrer) keine Rücksicht genommen.
So stellt sich für mich die Frage Herr Huber wie sich so eine Behauptung von sich geben können, dass der restliche Verkehr das Problem ist?? Es ist sehr gut das die Polizei diese Kontrollen durchführt! Danke!!!

Lepus52
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Es gibt auch andere Schwerpunkte!

Warum sollten Landwirte Sakrosankt sein? Auf die Tränendrüse drücken braucht wirklich niemand, es ist nicht der kleine Biolandwirt, der den großen Traktor mit vielen PS und überhöhter Geschwindigkeit, wie ein Panzerfahrer durch die 30er- oder 50er-Zone fährt. Der arme Lehrling aus seinem frisierten Moped wird doch auch und zu Recht kontrolliert und hat keine 50 Hektar im Hintergrund.

crawler
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Bauern sind nicht schlechter

als andere Verkehrsteilnehmer. Aber es ist halt so, dass viele Gerätschaften nur einmal im Jahr zur Ernte gebraucht werden und man sich darauf verlässt, dass wohl niemand kontrollieren wird. So sind doch z.B. viele Blink- und Bremslichter wenn überhaupt vorhanden nicht intakt. Das sind die Dinge, die halt einem als Autofahrer immer wieder auffallen und doch zu Unfällen führen können.

zeus9020
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DAS NENNE ICH VORBILDWIRKUNG

Soll die Polizei doch die dumme sonstige Bevölkerung filzen, die Bauern und deren Gerät sollen davon unbehelligt bleiben... ein Schelm der Böses dabei denkt, außer, dass der Präsident der Landwirtschaftskammer offenbar zeitlich und örtlich bei dieser Aussage nicht ganz orientiert gewesen sein dürfte....

sune
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Würde der konsument

Einen fairen Preis für Lebensmittel bezahlen würde der Bauer das Geld für eine ordentliche Ausrüstung haben. Vlt sollten die Bauern mal streiken damit so mancher hier checkt das wir eigentlich von den Bauern ernährt werden. Wir hätten auch keinen Tourismus weil unsere Landschaft niemand pflegen würde. Bin übrigens kein Bauer.

crawler
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Es gibt aber

auch andere "Wenigverdiener" die trotzdem ihr Fahrzeug in Ordnung halten müssen.

future4you
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Richtig so

Es gibt Bauern, die glauben, dass für sie Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht gelten. Vor allem in 30er Zonen.

joektn
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Ma so arm…

Wenn ich mir ansehe, wie manche Bauern durch die Gegend fahren, wundert mich das nicht. 4 bis 5 Leute am Traktor, 10 km/h Anhänger mit denen locker 50 gefahren wird, oft kein Licht, Leute am Hänger oder gar in der Schaufel usw. Man kennt es …

Kariernst
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Arme Bauern

Fahren mit weit überladenen Anhängern und mehr als 50 km/hund wollen bevorzugt behandelt werden.
Die STVO gilt für alle ohne Ausnahme